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17.05.2017, Fraunhofer IOF_Jenas Skyline leuchtet in den Vereinigten Staaten
 
Gemeinsam mit Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow und Vertretern
des Thüringer Landtags besuchten der Direktor des Fraunhofer IOF Prof. Andreas
Tünnermann sowie weitere Mitarbeiter des Instituts die Optikregion Rochester
(USA). Auf dem Programm stand neben der Besichtigung des Unternehmens
QED Technologies, Inc. auch die Übergabe eines holographischen Laserprojektors
als Exponat an das Rochester Museum and Science Center (RMSC).

Fraunhofer IOF_PM_17.05.2017
Besuch QED Technologies: Ministerpräsident Bodo Ramelow im Gespräch mit
Andrew Kulawiec (Geschäftsführer QED Technologies) ©Fraunhofer IOF


Zur Intensivierung der Partnerschaft zwischen den beiden führenden Optik-Regionen Jena und Rochester besuchte am 15. Mai 2017 eine Thüringische Delegation aus Politik- und Wissenschaftsvertretern die US-amerikanische Stadt Rochester im Bundesstaat New York. Unter Leitung von Ministerpräsident Bodo Ramelow wurde zunächst das Unternehmen QED Technologies, Inc. besichtigt. Der weltweit führende Hersteller für Optikfertigungsanlagen ist zugleich Pionier und alleiniger Anbieter der MRF - Technologie (Magnetorheologisches Finishing) - einer Technik zur Oberflächenbearbeitung.

Bei seinem Besuch betonte Ramelow die Ähnlichkeit beider Städte sowie die Wichtigkeit länderübergreifender Kooperationen zwischen Wissenschaft und Industrie. QED Technologies, Inc. beispielsweise führt bereits seit 2012 Beziehungen zum Fraunhofer IOF.

Laserprojektor für das Rochester Museum and Science Center

Ein ganz besonderes Gastgeschenk erhielt im Anschluss das Rochester Museum and Science Center (RMSC): Für die Ausstellung Illumination: The World of Light and Optics übergaben die Jenaer ein computergeneriertes Hologramm, das die markanten Skylines der beiden Partnerstädte Rochester und Jena mit dem Schriftzug »We love Photonics« projiziert. Es soll so die Verbundenheit der beiden Optikstandorte darstellen.

Daniel J. Menelly, wissenschaftlicher Kurator des RMSC, bedankte sich herzlich für das außergewöhnliche Exponat. »Wir freuen uns sehr über den großzügigen Beitrag des Fraunhofer-Instituts zu unserer Ausstellung. Für die Besucher ist es eine tolle Gelegenheit, eine solch fortschrittliche Technologie hautnah zu erleben zu können. Es verdeutlicht zudem die enorme Bedeutung des Lichts für unser alltägliches Leben.«

Das Exponat zeigt eine neue Technologie aus dem Bereich der diffraktiven optischen Elemente. Im Gegensatz zu konventioneller Bildgebung über Schattenwurf, beispielsweise durch ein Dia, wird hier die Bildinformation in einer computer-generierten und lithographisch hergestellten Mikrostruktur gespeichert und durch Beleuchtung mit Laserlicht auf einer Leinwand rekonstruiert. Die Technologie besitzt ein hohes Zukunftspotenzial und die Untersuchung der Art und Weise, wie
Lichtstrahlen mit selbst winzigsten Oberflächenstrukturen interagiert, liefert wichtige Erkenntnisse darüber, wie man Licht als Werkzeug nutzbar machen kann.

»Licht hilft uns, globale Herausforderungen zu überwinden, beispielsweise in den Bereichen Gesundheit, Energie oder Sicherheit«, erklärte Prof. Andreas Tünnermann, Direktor des Fraunhofer IOF. »Unser Exponat zeigt eine energieeffiziente Lösung für Bildschirmanwendungen mit Hilfe von nanostrukturierten Oberflächen. Es ist eine Ehre für uns, diese Technologie in einer Ausstellung des RMSC präsentieren zu dürfen.«