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29.11.2017, FLI_Führungswechsel beim Leibniz-Forschungsverbund Healthy Ageing
 
Der Leibniz-Forschungsverbund (LFV) Healthy Ageing hat eine neue Sprecherin: Dr. Helen Morrison, Gruppenleiterin am Leibniz-Institut für Alternsforschung – Fritz-Lipmann-Institut (FLI) in Jena, wird in Zukunft zusammen mit Prof. Dr. Jean Krutmann, Leibniz-Institut für umweltmedizinische Forschung (IUF) in Düsseldorf, den Verbund als Sprecherin leiten. Dr. Morrison wurde in der Mitgliederversammlung am 28. November 2017 in Berlin in dieses Amt gewählt. Prof. Krutmann steht dem LFV Healthy Ageing bereits seit seiner Gründung 2013 als Sprecher vor. Das FLI bleibt weiterhin Koordinationszentrale des mit 21 Mitgliedsinstituten deutschlandweit agierenden Verbundes.

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Dr. Helen Morrison, Sprecherin des LFV Healthy Ageing und Forschungsgruppenleiterin am FLI. Quelle: FLI/Anna Schroll.

„Ich freue mich auf diese neue Aufgabe“, so Helen Morrison. „Der Forschungsverbund Healthy Ageing bietet neben interessanten bereits bestehenden Forschungsprojekten eine wunderbare interdisziplinäre Plattform, um das Altern aus neuen Perspektiven zu erforschen. Die Vernetzung von Biologen, Medizinern, Neurologen und Kognitionsforschern mit Raumplanern, Psychologen, Bildungsforschern und Wirtschaftswissenschaftlern im LFV Healthy Ageing ist in der deutschen Forschung einmalig und bietet immer wieder völlig neue Ansatzpunkte für die Alternsforschung.“

Mit Dr. Morrison gewinnt der LFV Healthy Ageing nicht nur eine erfahrene Wissenschaftlerin in der Leitung, sondern auch eine exzellente Forscherin in einem Teilprojekt des Verbundes. In der Gruppe „From Mice to Men - Determinanten des Lernens und neuronaler Plastizität beim Altern“ wird sie zu Faktoren arbeiten, welche die neuronale Plastizität und die mentalen Fähigkeiten im Alter beeinflussen. Darüber hinaus untersucht sie die Zusammenhänge zwischen Altern, neuronaler Plastizität und genetischen sowie externen Faktoren.

Das Projekt passt hervorragend zu ihrer Forschung am FLI. Dort leitet sie seit 2006 die Forschungsgruppe Nervenregeneration. Das Team erforscht die Prozesse bei der Regeneration von Nerven sowie die Kommunikation im Inneren von Zellen und zwischen den Zellen. Die Forscher gehen der Frage nach, ob Fehler bei der Kommunikation zu Krankheiten oder beschleunigtem Altern führen können. Der Fokus liegt dabei auf dem Nervensystem und seiner Fähigkeit, sich zu regenerieren, sowie auf den Krankheitsmechanismen von myelinisierenden Zellen und Tumorerkrankungen des Nervensystems – Erkrankungsarten, die einen hohen medizinischen Forschungsbedarf haben. Methodisch arbeitet die Gruppe mit Struktur-, Zell- und Mausmodellen.