Aktuelles

 
02.05.2017 MPI-CE_Symbiose-Bakterien: Vom blinden Passagier zum Leibwächter des Wollkäfers
Ein internationales Team von Wissenschaftlern hat eine Mikrobe entdeckt, die zwei Gesichter zu haben scheint: das des guten Beschützers und das des Krankheitserregers. Das Bakterium Burkholderia gladioli lebt in spezifischen Organen eines pflanzenfressenden Käfers und schützt dessen Eier durch die Produktion von Antibiotika vor schädlichen Pilzen. Wird es jedoch auf eine Pflanze übertragen, breitet es sich dort überall im Gewebe aus und schädigt die Pflanze nachhaltig (Nature Communications, 28. April 2017, DOI: 10.1038/ncomms15172, Open Access). mehr...
 
02.05.2017 Forsche Schüler Tag (HKI)_Die eigene DNA zum Greifen nah
Beim „Forsche Schüler Tag“ trifft jugendliche Neugier auf gestandene Wissenschaftler

28 Schülerinnen und Schüler von der sechsten bis zur elften Klasse blickten am Leibniz-Institut für Naturstoff-Forschung und Infektionsbiologie – Hans-Knöll-Institut – (HKI) hinter die Kulissen von Forschung und Entwicklung. mehr...
 
24.04.2017 MPI-CE_Bergamoten – Verlockung und Verhängnis für Tabakschwärmer
Der Duftstoff lockt nachts Falter zur Bestäubung an, tagsüber schützt er Tabakpflanzen dagegen vor den gefräßigen Raupen der Falter
Der Tabakschwärmer Manduca sexta ist ein wichtiger Bestäuber des Wilden Tabaks (Nicotiana attenuata). Gleichzeitig schlüpfen aber hungrige Raupen aus den Eiern, die die Motte auf den Blättern ablegt. Ein interdisziplinäres Team von Wissenschaftlern am Max-Planck-Institut für chemische Ökologie in Jena hat jetzt ein Gen im Wilden Tabak Nicotiana attenuata beschrieben, das der Pflanze bei der Lösung dieses Dilemmas hilft. Das Gen NaTPS38 steuert die Bildung von (E)-α-Bergamoten. Während der Nacht bilden die Blüten diesen Duft und sind so für Tabakschwärmermotten besonders attraktiv. Tagsüber aktiviert das gleiche Gen die Bildung von (E)-α-Bergamoten in den Blättern, das diesmal allerdings Raubwanzen anlockt, die gerne die Raupen und Eier des Tabakschwärmers verspeisen. (Current Biology, 20. April 2017, DOI: 10.1016/j.cub.2017.03.017) mehr...
 
18.04.2017 IPHT_Hartmut Bartelt: Abschied nach 23 Jahren am Leibniz-IPHT
Prof. Dr. Hartmut Bartelt, ehemaliger Wissenschaftlicher Direktor des Leibniz-Instituts für Photonische Technologien (Leibniz-IPHT) und Professor an der Friedrich-Schiller-Universität Jena (FSU), hat sich in den Ruhestand verabschiedet. Er arbeitete mehr als 23 Jahre an der wissenschaftlichen und strukturellen Entwicklung des Instituts mit. mehr...
 
13.04.2017 HKI_Neu entdecktes Pilzgift ist „Leibniz-Wirkstoff des Jahres 2017“
Wissenschaftler aus Jena und Borstel erhalten den Preis „Leibniz-Wirkstoff des Jahres 2017“ für die Entdeckung eines gewebeschädigenden Pilztoxins
Von Monika Weiß

Der Leibniz-Forschungsverbund „Wirkstoffe und Biotechnologie“ zeichnete Dr. Duncan Wilson, Dr. Selene Mogavero und Prof. Bernhard Hube vom Leibniz-Institut für Naturstoff-Forschung und Infektionsbiologie – Hans-Knöll-Institut – in Jena sowie Prof. Thomas Gutsmann vom Forschungszentrum Borstel - Leibniz-Zentrum für Medizin und Biowissenschaften für ihre bedeutende Forschung auf dem Gebiet von bioaktiven Substanzen im Rahmen der Leibniz-Wirkstofftage in Freising aus. Der Preis geht bereits zum dritten Mal an Forscher des HKI. mehr...
 
12.04.2017 Beutenberg-Campus Jena e.V. begrüßt das Max-Planck-Institut für Menschheitsgeschichte als neues Vereinsmitglied
Bei der Mitgliederversammlung des Vereins wurde am 29.03.2017 die Aufnahme des benachbarten Max-Planck-Institus für Menschheitsgeschichte (Kahlaische Str. 10) als assoziiertes Mitglied in den Beutenberg-Campus Jena e.V. einstimmig beschlossen.
 
07.04.2017 Wissenschaftspreise des Beutenberg-Campus Jena e. V. verliehen
Jena. Der Beutenberg-Campus Jena e. V. zeichnete gestern (6. April) Dr. Thomas Bocklitz als besten Nachwuchswissenschaftler und Dr. Dapeng Li für die beste Doktorarbeit des vergangenen Jahres aus. Mit den Preisen würdigt der Verein hervorragende Arbeiten aus den Beutenberg-Instituten, in denen die Lebenswissenschaften idealerweise mit der Physik verbunden sind. mehr...
 
06.04.2017 Das Tauziehen ums Klima
KLIMAFORSCHER ZU GAST BEI DEN 25. NOBLEN GESPRÄCHEN
„2016 stellt Hitzerekord auf“ titelte „Die Zeit“ zu Jahresbeginn. Sie berichtete darüber, dass im vergangenen Jahr die Temperaturen das dritte Mal in Folge weltweit so hoch waren wie noch nie seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Welche Faktoren dafür verantwortlich sind und wie sie zusammenwirken, wird Prof. Meinrat Andreae bei den 25. „Noblen Gesprächen“ in seinem öffentlichen Vortrag „Treibhausgase und Aerolsole: Das Tauziehen ums Klima“ am Beutenberg Campus in Jena erläutern. Prof. Dr. Dr. h.c. Andreae, Direktor am Max-Planck-Institut für Chemie in Mainz, spricht als Gast des Max-Planck-Instituts für Biogeochemie.
Traditionell werden auch in diesem Frühjahr wieder zu Beginn der „Noblen Gespräche“ junge erfolgreiche Nachwuchswissenschaftler durch den Vorstandsvorsitzenden Prof. Wilhelm Boland mit den Wissenschaftspreisen „Lebenswissenschaften und Physik“ des Beutenberg Campus Jena e.V. geehrt. mehr...
 
29.03.2017 FLI_Kontrolle der Fruchtbarkeit – Neue Rolle des Entwicklungsgens WT1
Etwa 6 Millionen Paare in Deutschland haben einen unerfüllten Kinderwunsch. Bei jedem 10. Paar sind die Ursachen dafür unklar. Forschern vom Leibniz-Institut für Alternsforschung (FLI) in Jena ist es in Zusammenarbeit mit klinischen Partnern nun gelungen, eine neuartige Genmutation nachzuweisen, die bei Frauen offenbar zu Unfruchtbarkeit führt. Das mutierte WT1-Gen spielt eine wichtige Rolle bei der frühen Entwicklung des Embryos und steuert Proteine, insbesondere Proteasen, die für die erfolgreiche Einnistung des Embryos in die Gebärmutter verantwortlich sind. Die Ergebnisse wurden jetzt in der Fachzeitschrift Human Molecular Genetics veröffentlicht. mehr...
 
23.03.2017 Jetzt noch anmelden zum Forsche Schüler Tag am Beutenberg!
Am Donnerstag, den 27. April 2017 lädt der Beutenberg Campus in Jena wieder alternativ zum Girls‘ Day Schülerinnen und Schüler ein, Wissenschaft zu erleben. „Forsche Schüler“ ab der 8. Klasse haben die Möglichkeit, einen Tag lang einen Blick in die Berufswelt von Wissenschaftlern zu werfen und Wissenschaft „auszuprobieren“. Dabei können sie aus einem vielseitigen physikalisch und lebenswissenschaftlich ausgerichteten Angebot der teilnehmenden Institute auswählen. Diese Institute bieten u. a. Schnupperworkshops an, bei denen die Schüler selbst experimentieren dürfen. Die Veranstaltung endet mit einem Abschlussvortrag von Dr. Eberhard Fritz (Max-Planck-Institut für Biogeochemie) zum Thema: „Schulzeit vorbei – jetzt geht das Leben los! – Tipps und Ideen, wie es weitergehen kann“. mehr...
 
20.03.2017 MPI-BGC_Weltweite Atmosphärenmessungen mit dem Forschungsflugzeug HALO
Mit dem deutschen Ausnahme-Forschungsflugzeug HALO (High Altitude and Long Range Research Aircraft) erkunden Umwelt- und Klimaforscher seit nunmehr fünf Jahren die Atmosphäre. Sein Einsatzspektrum reicht vom Eindringen bis in die Stratosphäre, über das Überfliegen des Nord- und Südpols bis hin zum Sammeln von Klimadaten in den entlegensten Winkeln der Welt. Während des nationalen Symposiums am 14. März 2017 beim Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Oberpfaffenhofen werden die vielfältig vernetzten HALO-Forschungsprojekte vorgestellt. Die Ministerial-Referatsleiterin Dr. Gisela Helbig ist dabei zu Gast und informiert sich über Ergebnisse der 18 bisherigen und zu den Perspektiven der bis 2022 geplanten Forschungsmissionen rund um den Globus.  mehr...
 
03.03.2017 „Jena ist weiter“ – Neuer Flyer 2017 des Jenaer Bündnisses für Familie
"Jena ist weiter" – eine mutige und zugleich motivierende Botschaft für unsere Stadt, die in bundesweiten Rankings immer wieder überdurchschnittlich abschneidet. Das Geheimnis: Jena ruht sich darauf nicht aus. Unsere Stadt wächst weiter, schafft immer wieder neue Vorausset-zungen für Innovationen, lebt Integration und Weltoffenheit, erfährt weltweit Anerkennung für wissenschaftliche und sportliche Ergebnisse und ist Vorbild für die demographische Entwick-lung. Jena will immer ein bisschen mehr und dank vieler Akteure in der Stadt gelingt dies auch.
Und so ist das Jahr 2017 wieder eines der großen und kleinen Jubiläen, der besonderen Mo-mente. Nicht nur anlässlich des 500. Jahrestags der Reformation wird es ein vielfältiges kultu-relles Programm geben – auch das »Jenaer Bündnis für Familie« hat mit seinen Mitgliedern und Bündnispartnern wieder zahlreiche Aktionen und Veranstaltungen geplant. mehr...
 
24.02.2017 FLI_Neuer Mechanismus der Gen-Inaktivierung könnte vor Altern und Krebs schützen
In jeder Zelle unseres Körpers steckt unsere gesamte DNA. Sogenannte Methylgruppen regulieren, dass im Genkörper aber jeweils nur die Erbinformationen ausgelesen werden, die für ein spezielles Gewebe nötig sind. Forscher vom Leibniz-Institut für Alternsforschung in Jena haben nun erstmals nachgewiesen, dass das Fehlen dieser Methylgruppen innerhalb eines Gens zur fehlerhaften DNA-Aktivierung führt und damit zur Krebsentstehung beitragen kann. Die Ergebnisse erschienen am 22. Februar 2017 im renommierten Fachmagazin Nature. mehr...
 
23.02.2017 FLI_Wie werden wir gesund alt?
Alternsforscher tagen auf interdisziplinärem Symposium in Magdeburg
Vom 27.-28. Februar 2017 organisiert der Leibniz-Forschungsverbund (LFV) Healthy Ageing sein zweites Internationales Symposium. Dazu treffen sich rund 100 Wissenschaftler zum interdisziplinären Austausch am Leibniz-Institut für Neurobiologie, einem Mitgliedsinstitut des LFV Healthy Ageing. Sie werden über Fragen des gesunden Alterns und des demographischen Wandels diskutieren. mehr...
 
14.02.2017 FLI_Gegen Eisen im Kopf: Forscher finden Anti-Aging-Mikromolekül
Während der Alterung, aber auch bei Alzheimer oder Parkinson reichern sich die Nervenzellen im Gehirn mit Eisen an. Forscher vom Leibniz-Institut für Alternsforschung (FLI) in Jena und der Scuola Normale Superiore (SNS) im italienischen Pisa konnten nun erstmals im Wirbeltier nachweisen, dass die MikroRNA miR-29 diese Ablagerungen verhindert – ein möglicher Ansatzpunkt zur Behandlung von Alzheimer-, Parkinson- und Schlaganfallpatienten. Die Ergebnisse erschienen am 13. Februar 2017 im Journal BMC Biologymehr...
 
09.02.2017 Niederländisches Königspaar zu Besuch am Beutenberg-Campus
König Willem-Alexander und seine Frau Königin Máxima besuchten am 7. und 8. Februar den Freistaat Thüringen. Nach einem Besuch auf der Wartburg waren sie am Mittwoch in Erfurt, Weimar und Jena zu Gast. In Jena besichtigte das Königspaar das Leibniz-Instituts für Photonische Technologien (IPHT) am Beutenberg Campus. Dort fand ein Treffen mit niederländischen und Thüringer Unternehmen aus den Bereichen Optik und Mikroelektronik statt. Außerdem stand die Besichtigung der Glasfaserziehanlage des Instituts auf dem Programm. Anschließend reiste das Paar weiter nach Sachsen und Sachsen-Anhalt. mehr...
 
08.02.2017 MPI_„Sehhilfe“ für massenspektrometrische Bildgebung
Verteilung chemischer Substanzen kann nun auch an biologischen Proben mit unebenen Oberflächen sichtbar gemacht werden

Die Analyse von biologischen Gewebeproben mit unebenen Oberflächen stellte bislang ein großes Problem dar. Forscher am Max-Planck-Institut für chemische Ökologie in Jena haben ein massenspektrometrisches Verfahren weiterentwickelt, mit dem nun auch die Verteilung von Molekülen auf welligen, haarigen, bauchigen oder zerklüfteten Proben sichtbar gemacht werden kann. Die Quelle für das Laser-basierte Verfahren wurde speziell angefertigt, um den Höhenunterschieden unebener Proben gerecht zu werden. Mit Hilfe eines Entfernungs-Sensors wird ein Höhenprofil der Oberfläche vor der eigentlichen chemischen Bildgebung aufgezeichnet. Das verbesserte Verfahren eröffnet neue Perspektiven, um ökologische Fragestellungen zu beantworten (RSC Advances, Januar 2017, DOI: 10.1039/C6RA26854D. mehr...
 
03.02.2017 FLI_Eine positive Einstellung zum Altern verlängert das Leben: Voller Hörsaal bei Science & Society
Wer positiv denkt, wird gesünder alt. Und lebt bis zu 7 Jahre länger. Das sind zwei der vielen Erkenntnisse, die die rund 70 Zuhörer aus dem Vortrag „Oh Schreck, ich werde alt!“ von Verena Klusmann in der Reihe „Science & Society“ am 2. Februar 2017 auf dem Beutenberg mitnehmen. Nächster Gast der öffentlichen Vortragsreihe wird am 21. September 2017 der Wirtschaftswissenschaftler Thomas Straubhaar sein. mehr...
 
30.01.2017 FLI_„Oh Schreck, ich werde alt!“ – Vortrag zu Alternsbildern in der Reihe „SCIENCE & SOCIETY“
Frau Dr. Verena Klusmann, Arbeitsgruppe „Psychologische Diagnostik und Gesundheitspsychologie“ der Universität Konstanz, spricht am 2. Februar 2017 um 16 Uhr innerhalb der Vortragsreihe „Science & Society“ über bestehende Altersbilder und Vorstellungen des Alterns. So zeigen Studien, dass Menschen, die ein positives Bild vom Altern haben, oft auch besser und gesünder alt werden. Ihr Vortrag „Oh Schreck, ich werde alt! Bilder und Vorstellungen des Alterns“ findet im Hörsaal des Abbe-Zentrums auf dem Beutenberg-Campus in Jena statt. Die Veranstaltung wird vom Leibniz-Institut für Alternsforschung – Fritz-Lipmann-Institut (FLI), dem Leibniz-Forschungsverbund Healthy Ageing und dem Beutenberg-Campus organisiert. mehr...
 
27.01.2017 MPI-BGC_Alte und artenreiche Wälder nehmen bei Klimaschwankungen stabiler Kohlendioxid auf
Wälder nehmen kontinuierlich Kohlendioxid (CO2) auf, das wichtigste Treibhausgas der Atmosphäre. Bedingt durch Klimaschwankungen variiert diese Aufnahme allerdings von Jahr zu Jahr. Denn während manche Wälder recht konstant CO2 umsetzen, reagieren andere eher wechselhaft und instabil gegenüber Klimaänderungen. Ein internationales Forscherteam unter Leitung des Max-Planck-Instituts für Biogeochemie in Jena fand nun zwei wesentliche Faktoren, die hierbei eine Rolle spielen: Je älter die Waldbestände und je größer deren Artenvielfalt, desto konstanter und stabiler ist ihre Fähigkeit, CO2 aufzunehmen. Die aktuell in Nature Ecology & Evolution veröffentlichten Ergebnisse beruhen auf Datensätzen von 50 weltweit verteilten Wäldern unterschiedlicher Klimazonen. mehr...
 
20.01.2017 MPI-CE_Leibwächter im Darm mit chemischer Waffe
Symbiotische Darmbakterien produzieren ein Antibiotikum, das gefährliche Krankheitserreger im Raupendarm ausschaltet
Nützliche Bakterien im Darm von Schmetterlingsraupen produzieren einen antibakteriellen Wirkstoff und töten damit andere, für die Entwicklung der Raupen schädliche Bakterien ab. Ein internationales Team von Wissenschaftlern unter Leitung des Max-Planck-Instituts für chemische Ökologie in Jena konnte erstmals nachweisen, dass die Symbiose-Bakterien Enterococcus mundtii das Toxin Mundticin absondern. Es dringt im Darm des Afrikanischen Baumwollwurms Spodoptera littoralis in schädliche Darmkeime ein und tötet die Einzeller. Enterococcus mundtii sorgt damit für eine gesunde Darmflora und ein vermindertes Infektionsrisiko des Ernteschädlings. (Cell Chemical Biology, Januar 2017, DOI: 10.1016/j.chembiol.2016.11.015) mehr...
 
18.01.2017 MPI-BGC_Wasser- der heimliche Treiber des Kohlenstoffkreislaufs?
Aktuell nimmt die Landoberfläche etwa ein Viertel der anthropogenen Kohlendioxidemissionen aus der Atmosphäre wieder auf. Ob die Aufnahmefähigkeit dieser Kohlenstoffsenke erhalten bleibt und wie sie sich zukünftig weiterentwickeln wird, ist ungewiss. Wie sie reguliert wird, konnte nun eine Forschergruppe unter der Leitung des Max-Planck-Instituts für Biogeochemie näher beleuchten: Global gesehen werden jährliche Schwankungen der Kohlenstoffsenke vornehmlich durch die Temperatur bestimmt. Blickt man aber auf die lokale Ebene, so ist die Wasserverfügbarkeit der dominierende Faktor. Die neue Studie zeigt auch, wie kompensierende Effekte der Wasserverfügbarkeit zu den Unterschieden zwischen lokalen und globalen Skalen führen.  mehr...
 
12.01.2017 FLI_Karl Lenhard Rudolph übernimmt für 2017 die Präsidentschaft des Deutschen Stammzellnetzwerks (GSCN)
Am 14. September 2016 wurde Prof. Dr. Karl Lenhard Rudolph, Wissenschaftlicher Direktor des Leibniz-Instituts für Alternsforschung – Fritz-Lipmann-Institut (FLI) in Jena, zum „amtierenden Präsidenten 2017“ des German Stem Cell Network (GSCN) gewählt, einem der europaweit größten nationalen Zusammenschlüsse von Stammzellmedizinern und -forschern. Im September 2017 holt er die internationale Jahrestagung des Netzwerks nach Jena. mehr...
 
19.12.2016 MPI-BGC_Ergebnisse aus 12 Jahren Beobachtung des weltweiten Methan-Haushalts
Ein internationales Konsortium interdisziplinärer Wissenschaftler zeichnet erstmalig ein Gesamtbild des globalen Methan-Haushalts und seiner rätselhaften Änderungen seit der Jahrtausendwende. Im Gegensatz zu Kohlendioxid hatte sich die Zunahme von Methan in der Atmosphäre in den späten 1990er Jahren gegen Null bewegt. Diese Stagnation hielt bis um das Jahr 2006, worauf ein erneuter Anstieg des Treibhausgases einsetzte. Seit 2014 steigt der Gehalt an atmosphärischem Methan in rasanter Geschwindigkeit, schneller als in den zwei Jahrzehnten zuvor und nähert sich damit bereits den klimaschädlichsten Treibhausgas-Szenarien.  mehr...
 
02.12.2016 Minister Wolfgang Tiefensee übergibt Förderzusage an den Beutenberg-Campus Jena e.V.
Im Rahmen der öffentlichen Vortragsreihe „Noble Gespräche“ hat Thüringens Wirtschafts- und Wissenschaftsminister, Wolfgang Tiefensee, gemeinsam mit dem Vereinsvorstand am 01. Dezember 2016 den 5000. Besucher dieser Veranstaltungsreihe begrüßt und dabei im Namen der Carl-Zeiss-Stiftung eine Förderzusage in Höhe von 100.000 Euro an den Vorstands­vorsitzenden, Prof. Wilhelm Boland, übergeben. Die Mittel sollen zur Fortführung der erfolgreichen Veranstaltung in den kommenden fünf Jahren sowie für die Organisation von Workshops für junge erfolgreiche Nachwuchswissenschaftler des Beutenbergs Verwendung finden. mehr...
 
01.12.2016 MPI-BGC_Vegetations- und Klimaforscher erhält Beutenberg Campus-Preis
Matthias Forkel, vormals Doktorand am Max-Planck-Institut für Biogeochemie, erhält den diesjährigen Wissenschaftspreis des Beutenberg Campus in der Kategorie „Ausgezeichnete Dissertation“. Geehrt wird er für seine Untersuchungen zum Einfluss der nördlichen Biosphäre auf den Anstieg der jahreszeitlichen Schwankungen des atmosphärischen Kohlendioxidgehalts, womit er einen Rückkopplungseffekt zwischen Klima und Vegetation bestätigen konnte. mehr...
 
30.11.2016 Science4Life sorgt für gute Nachrichten: Hohe Beteiligung und starke Ideen
Gründerteams aus Life Sciences, Chemie und Energie ausgezeichnet

Frankfurt am Main, 29. November 2016. High-Tech Gründer von heute haben realistische Vorstellungen, die Zukunft zu gestalten. 262 Teilnehmer aus dem gesamten Bundesgebiet und ein Gründerteam aus Österreich reichten ihre Ideen beim Science4Life Venture Cup 2017 ein. Der Businessplan-Wettbewerb, der vom Land Hessen und Sanofi unterstützt wird, ist bei Gründern hoch im Kurs. Etliche Teams aus Life Science, Chemie und Energie nutzten die Ideenphase, um potentielle Geschäftsvorhaben auf Umsetzbarkeit zu testen. Die beiden geschäftsführenden Vorstände der Gründerinitiative Science4Life e.V., Dr. Karl-Heinz Baringhaus und Dr. Rainer Waldschmidt, prämierten die Gewinner der Ideenphase des
Science4Life Venture Cup: CrystalsFirst aus Marburg, LipOra aus Heidelberg, neoTube aus Jena, die Reactive Robotics GmbH aus München sowie Tubulis Technologies aus Berlin und München. Darüber hinaus wurden die Teams von der Adaptive Balancing Power GmbH aus Darmstadt, der Li.plus GmbH aus München und von Solaga aus Berlin mit Spezialpreisen aus dem Bereich Energie ausgezeichnet. mehr...
 
30.11.2016 FLI_Zurück auf Anfang: Reaktivierung von embryonalen Genen verursacht Stammzell-Alterung im Muskel
Die Entwicklung des Embryos wird von entwicklungsbiologischen Genen und Signalwegen gesteuert. Die Familie der Hox-Gene übernimmt hierbei eine Schlüsselrolle. Forscher vom FLI in Jena zeigen erstmals, dass im hohen Alter eines dieser Gene, das Hoxa9, reaktiviert wird und dies die Funktion von Muskelstammzellen einschränkt. Die Regenerationsfähigkeit des Skelettmuskels nimmt deswegen im Alter deutlich ab. Paradoxerweise führen also die gleichen Gene, die den Beginn des Lebens kontrollieren, zum Verlust der Stammzellfunktion und Regeneration im Alter. Die Aktivierung von Hoxa9 ist jedoch epigenetisch steuerbar – ein neuer Ansatzpunkt für Therapien in der Regenerationsmedizin. Die Ergebnisse erscheinen am 30. November im Fachjournal Nature. mehr...
 
28.11.2016 Noble Gespräche erwarten am 01. Dezember 5000. Besucher
Nach der Entdeckung von Gravitationswellen, die im Februar 2016 bekanntgegeben wurde, kann man nun zum ersten Mal das Universum auch hören. Einstein hat diese Wellen als Konsequenz seiner Allgemeinen Relativitätstheorie bereits vor 100 Jahren vorhergesagt. Prof. Danzmann vom Max-Planck-Institut für Gravitationsphysik, Potsdam/Teilinstitut Hannover, berichtet bei den „Noblen Gesprächen“ am Donnerstag, den 1. Dezember 2016 um 17 h im Abbe-Zentrum Beutenberg als Gast des Fraunhofer-Instituts für Angewandte Optik und Feinmechanik IOF in seinem Vortrag "Gravitationsastronomie: Töne aus dem dunklen Universum!", wie es gelungen ist, die Existenz dieser seltsamen Wellen zu beweisen.

Der Thüringer Wirtschafts- und Wissenschaftsminister, Wolfgang Tiefensee, wird die Veranstaltung mit einem Grußwort eröffnen und die im Rahmen der „Noblen Gespräche“ stattfindende Verleihung des Nachwuchswissenschaftspreises des Beutenberg-Campus Jena e.V. begleiten. mehr...
 
23.11.2016 MPI-CE_Prof. Ian T. Baldwin im Rang eines AAAS Fellow
Die American Association for the Advancement of Science (AAAS) hat Ian T. Baldwin, Direktor am Max-Planck-Institut für chemische Ökologie in Jena, in den Rang eines Fellows erhoben. mehr...
 
16.11.2016 FLI_1,60 Mio. Euro für Jenaer Alternsforscher - Francesco Neri erhält hochdotierten Kovalevskaja-Preis
In Anerkennung seiner Forschungsarbeit wurde der Jenaer Nachwuchsforscher Dr. Francesco Neri am 15. November 2016 mit dem Sofja Kovalevskaja-Preis der Alexander von Humboldt-Stiftung ausgezeichnet, einem der höchst dotierten Wissenschaftspreise in Deutschland. Der Juniorgruppenleiter am Leibniz-Institut für Alternsforschung (FLI) wird damit die molekularen Ursachen der Krebsentstehung im Alter erforschen. mehr...
 
15.11.2016 MPI-BGC_Rekordanstieg des atmosphärischen CO2 aufgrund geschwächter Aufnahme in der Biosphäre
Obwohl die anthropogenen Emissionen in 2015 nur sehr gering angestiegen sind, markiert die Zunahme von 23Gt Kohlendioxid (CO2) in der Atmosphäre pro Jahr einen neuen Wachstumsrekord. Sie übertrifft damit auch den Zuwachs der vorherigen Dekade, der im Durchschnitt bei 16 Gt CO2 pro Jahr lag. Das Jahr 2016 könnte mit 25 Gt CO2 pro Jahr einen weiteren Rekord aufstellen. Die atmosphärische CO2-Konzentration liegt nun um 44 Prozent höher als in vorindustrieller Zeit und ist damit die höchste der letzten 800 000 Jahre.  mehr...
 
15.11.2016 MPI-BGC_Große Windparks bremsen den Wind und senken die Energieeffizienz
Windenergie trägt maßgeblich zum steigenden Anteil kostengünstiger, erneuerbarer Energie bei. Aber kann sich dieser Trend über die nächsten Jahrzehnte weiter so fortsetzen? Eine neue Studie von Wissenschaftlern des Max-Planck-Instituts für Biogeochemie in Jena, gerade erschienen in den Proceedings of the National Academy of Sciences, USA, senkt diese Erwartung für die großflächige Energiegewinnung mit Windparks erheblich. mehr...
 
14.11.2016 MPI-CE_Pflanzen statten ihre Organe unterschiedlich chemisch aus
Wissenschaftler weisen mit Hilfe von computerbasierten Metabolomanalysen die hohe gewebespezifische Vielfalt von Stoffwechselprodukten in Pflanzen nach.
Wissenschaftlern des Max-Planck-Instituts für chemische Ökologie und der Universität Heidelberg ist es jetzt gelungen, die Vielfalt und unterschiedliche Anreicherung von chemischen Substanzen in Pflanzengeweben der ökologischen Modellpflanze Nicotiana attenuata aufzuklären. Die Ergebnisse wurden mit Hilfe computerbasierter Metabolomanalysen und informationstheoretischen Modellen erzielt. Der eigens für die Studie entwickelte Forschungsansatz ermöglicht die Erforschung des Pflanzenstoffwechsels auf der Ebene einzelner Organe. Somit können die vielfältigen Pflanzenstoffe effizienter erfasst und die Gene, die ihre Biosynthese und Regulierung steuern, schneller identifiziert werden. (Proceedings of the National Academy of Sciences of the United States of America, November 2016, DOI: 10.1073/pnas.1610218113) mehr...
 
07.11.2016 MPI-CE_Abhängigkeit kann ein evolutionärer Vorteil sein
An ihre Umwelt angepasste und von anderen abhängige Bakterien wachsen besser.
Es ist eine weitverbreitete Annahme, dass es für Lebewesen vorteilhaft ist möglichst unabhängig von anderen zu sein. Einem Forscherteam des Max-Planck-Instituts für chemische Ökologie ist es nun gelungen experimentell zu zeigen, dass es ganz im Gegenteil für Bakterien sinnvoll sein kann ihre Autonomie zur Herstellung von Stoffen aufzugeben und sich von anderen abhängig zu machen. Dies bedeutet, dass nicht nur der Erwerb neuer Eigenschaften, sondern auch der Verlust von bestimmten Fähigkeiten die evolutionäre Anpassung von Bakterien an die Umwelt – und möglicherweise auch anderen Organismen – vorantreibt (PLOS Genetics, DOI: 10.1371/journal.pgen.1006364). mehr...
 
03.11.2016 MPI-CE_Pflanzenwurzeln im Dunkeln sehen Licht
Vom Spross in die Wurzel übertragenes Licht aktiviert Lichtrezeptoren in der Wurzel und löst dort lichtabhängige Wachstumsreaktionen in Pflanzen aus.
Forschern und Forscherinnen des Max-Planck-Instituts für chemische Ökologie in Jena und der Nationalen Universität Seoul in Korea konnten erstmalig zeigen, dass Wurzeln der Ackerschmalwand direkt auf Licht reagieren, das vom Spross in die unterirdischen Pflanzenteile übertragen wird. Wurzeln können so das Pflanzenwachstum an die Lichtbedingungen der Umgebung anpassen. (Science Signaling, November 2016, DOI: 10.1126/scisignal.aaf6530). mehr...
 
25.10.2016 MPI-BGC_Im Regenwald sorgt Regen für neuen Regen
Im Amazonasgebiet bringt Abwind bei Niederschlag Aerosolpartikel aus großen Höhen herunter in die Luftschicht, aus der Wolken entstehen.

In einer gemeinsamen Studie haben Wissenschaftler untersucht, wie sich Wolken und damit Regen über dem Amazonasregenwald entwickeln. Sie fanden heraus, dass dort winzige Aerosolpartikel, die anschließend zu Wolkenkeimen werden, aus höheren atmosphärischen Schichten in die Luftschicht gebracht werden, aus der Wolken entstehen. Dafür sorgen die Abwinde, die bei Regen entstehen. Regen ist im Amazonaswald also die Voraussetzung für neuen Regen. Da es in diesem Gebiet keine Aerosolpartikel aus anthropogenen Quellen gibt, könnten diese Erkenntnisse erklären, wie Wolken und Niederschlag vor der Industrialisierung entstanden.  mehr...
 
14.10.2016 MPI-BGC_Artenvielfalt in Wäldern erhöht Produktivität
In einer weltweit durchgeführten Studie, die heute im Fachjournal „Science“ veröffentlicht wurde, haben Wissenschaftler den Einfluss der Artenvielfalt auf die Produktivität von Naturwäldern unter-sucht. Dafür sind Daten von mehr als 770.000 Probeflächen aus 44 Ländern ausgewertet worden. Die Studie erfasst 8737 Baumarten aus den unterschiedlichsten Waldökosystemen, von Mangroven über tropische Feuchtwälder, nord- und mitteleuropäische Nadel- und Laubwälder, Tundren und Trockensavannen bis hin zu mediterranen Naturwäldern. Die Ergebnisse zeigen, dass ein Artenrückgang zu massiven Einschnitten bei der Produktivität der Wälder führt. Nachhaltig bewirtschaftete Wälder haben aber auch bei geringer Artenzahl eine höhere Produktivität als Naturwälder. mehr...
 
13.10.2016 HKI_Von Zellfabriken und neuen Bioprozessen
Jahreskongress Biotechnologie 2020+ am Leibniz-Institut für Naturstoff-Forschung und Infektionsbiologie – Hans-Knöll-Institut – mehr...
 
13.10.2016 MPI-CE_Maisschädling: Das Gehirn, nicht die Nase, sorgt für die richtige Partnerwahl
Die Pheromonkommunikation von Maiszünslern wird über kleine Änderungen im Gehirn gesteuert

Wie findet eine männliche Motte die richtige Partnerin, wenn zwei ähnliche Stämme weiblicher Motten mit ihren Pheromonen locken? In vielen Arten sind die Unterschiede in den Insektenantennen, mit denen die Mottenmännchen die Lockstoffe riechen, für die Wahl der Partnerin verantwortlich. Beim Maiszünsler scheinen jedoch Veränderungen im Hirn der Männchen die Wahl zwischen den zwei zur Verfügung stehenden Weibchenstämmen zu bestimmen. Dies konnte jetzt ein Team von Wissenschaftlern der Universität Amsterdam, der Schwedischen Universität für Agrarwissenschaften und des Max-Planck-Instituts für chemische Ökologie zeigen (Proceedings of the National Academy of Sciences of the United States of America, Early Edition, 3. Oktober 2016, DOI: 10.1073/pnas.1610515113). mehr...
 
13.10.2016 HKI_Biotechnologie 2.0 – Brauchen wir noch Zellen?
Jahreskongress der Biotechnologen in Jena mit öffentlicher Podiumsdiskussion

Jena. Zum Jahreskongress Biotechnologie 2020+ treffen sich Wissenschaftler, Fördermittelgeber und Vertreter der Industrie am 11. und 12. Oktober am Leibniz-Institut für Naturstoff-Forschung und Infektionsbiologie – Hans-Knöll-Institut in Jena. Die interessierte Öffentlichkeit ist zur Podiumsdiskussion eingeladen, um sich über neue Trends in der Biotechnologie und deren Umsetzung in der Industrie zu informieren. mehr...
 
13.10.2016 HKI_Chemische Waffen für den Kampf im Verborgenen
So wie die Maus gelegentlich Opfer einer Katze oder eines Mäusebussards wird, haben auch Bakterien mit den unangenehmen Seiten der Nahrungskette zu kämpfen. Dass einige dabei nicht ganz wehrlos sind, zeigten jetzt Wissenschaftler des Leibniz-Instituts für Naturstoff-Forschung und Infektionsbiologie in Jena. Sie entdeckten eine neue Familie chemischer Verbindungen, die Pyreudione. Diese schützen manche Bakterien vor dem tödlichen Angriff durch räuberische Amöben. Ihre überraschenden Ergebnisse veröffentlichten sie im angesehenen Fachjournal Angewandte Chemie International Edition. mehr...
 
22.09.2016 witelo, ein Ort der Ideen im Land der Ideen
Für das Projekt "witelo - Netzwerk der wissenschaftlich-technischen Lernorte in Jena" wird der witelo e. V., in dem auch der Beutenberg Campus Mitglied ist, am Mittwoch, den 21. September 2016, im bundesweiten Wettbewerb "Ausgezeichnete Orte im Land der Ideen" als Preisträger geehrt. Zum Thema "NachbarschafftInnovation - Gemeinschaft als Erfolgsmodell" beantwortet das Projekt in der Kategorie Bildung die Frage, wie die Lust auf Technik bei Schülern durch die Verknüpfung außerschulischer Lernorte gesteigert werden kann.  mehr...
 
22.09.2016 MPI-CE_Architektur des Riechens: Glomeruli im Riechhirn besitzen einzigartige Struktur
Verschaltungseinheiten aus Riechsinneszellen im Hirn von Drosophila melanogaster lassen Rückschlüsse auf ihre Funktion und ökologische Relevanz zu. mehr...
 
16.09.2016 FLI_Sepsis: Ist ein schwerer Verlauf Veranlagung? Wissenschaftler aus Jena und Ulm untersuchten den Zusammenhang zwischen den Genen von Sepsispatienten und der Schwere des Krankheitsverlaufes.
Sepsis ist ein lebensbedrohlicher Zustand, zu dem es kommt, wenn die Reaktion des Körpers auf eine Infektion das eigene Gewebe schädigt. Eine Sepsis kann im Zusammenhang mit jeder Infektion auftreten. Wird sie nicht schnell erkannt und behandelt, endet sie oft tödlich. Zahlreiche Komponenten haben einen Einfluss auf den Verlauf der Erkrankung, und es ist schon seit längerem bekannt, dass auch die genetische Grundausstattung des Patienten eine wesentliche Rolle spielt. mehr...
 
15.09.2016 MPI-CE_Der Lockruf des Kots
Wie auch viele andere Insekten, geben Essigfliegen Lockstoffe ab, um ihre Artgenossen zu einer interessanten Futterquelle rufen. Ein Forschungsteam des Max-Planck-Instituts für chemische Ökologie in Jena konnte in einer neuen Studie zeigen, dass auch der Kot der Essigfliegen Lockstoffe enthält. Mit Fliegenkot bedeckte Früchte sind für andere Fliegen besonders attraktiv. Früchte scheinen besonders leicht verdaulich zu sein, wenn schon viele Artgenossen daran gefressen haben. Die neuen Forschungsergebnisse sind der erste Schritt, die Bedeutung von Kot für die Kommunikation von Essigfliegen zu verstehen. (Journal of Chemical Ecology, doi:10.1007/s10886-016-0737-4). mehr...
 
30.08.2016 Carl Zeiss – ein Glücksfall für Jena
Von Carl Zeiss zum Beutenberg Campus
Der 200. Geburtstag von Carl Zeiss wird am 11. September 2016 mit zahlreichen Veranstaltungen in der Jenaer Innenstadt gefeiert. So können alle am Leben und Schaffen dieser Jenaer Gründerpersönlichkeit teilhaben. Auf der Carl Zeiss Route, die durch die Innenstadt führt, findet man die Forschungsinstitute des Beutenberg Campus in der Goethe-Galerie. Dort können Groß und Klein erfahren, was aus dem Erbe von Carl Zeiss entstanden ist.  mehr...
 
29.08.2016 MPI-CE_Motte nutzt die Abwehrstoffe von Physalis-Früchten
Die Beeren stärken das Immunsystem der auf Physalis spezialisierten Motte Heliothis subflexa
Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für chemische Ökologie in Jena haben herausgefunden, dass die Motte Heliothis subflexa von den Inhaltsstoffen der Physalis-Früchte profitiert. Die Falter zweckentfremden dabei die Stoffe, die eigentlich Insekten abwehren sollen, zum eigenen Vorteil.Sogenannte Withanolide in Physalis schwächen das Immunsystem von Insekten und sind daher wirksame Abwehrsubstanzen gegen Fraßfeinde. Die untersuchte Mottenart nutzt diese Substanzen erstaunlicherweise, um ihr eigenes Immunsystem anzukurbeln. Die Withanolide schützen die Motte außerdem vor schädlichen Auswirkungen bakterieller Krankheitserreger. Die aktuelle Studie zeigt diesen unerwarteten Vorteil, der durch die Spezialisierung auf eine bestimmte Wirtspflanze entstanden ist. (Nature Communications, August 2016, doi: 10.1038/NCOMMS12530). mehr...
 
26.08.2016 Science & Society - Öffentliche Vortragsreihe: Wir werden älter! Was bedeutet das für Stadt und Land?
Prof. Bernhard Müller, Direktor des Leibniz-Instituts für ökologische Raumentwicklung (IÖR) und Professor für Raumentwicklung der TU Dresden, spricht am 1. September 2016 um 16 Uhr innerhalb der Vortragsreihe „Science & Society“ zu den Auswirkungen des demografischen Wandels auf Stadt und Land und die damit verbundenen Herausforderungen und Chancen. Sein Vortrag „Wir werden älter! Was bedeutet das für Städte und Regionen?“ findet im Hörsaal des Abbe-Zentrums auf dem Beutenberg-Campus in Jena statt. Die Veranstaltung wird vom Leibniz-Institut für Alternsforschung – Fritz-Lipmann-Institut (FLI), dem Leibniz-Forschungsverbund Healthy Ageing und dem Beutenberg-Campus organisiert. mehr...
 
19.08.2016 HKI_Pilzkeratitis: Wissenschaftler informieren im Rahmen der Kontaktlinsenwoche
Nationales Referenzzentrum für Invasive Pilzinfektionen erforscht die Erreger und berät Ärzte zur Therapie
Jena. Kontaktlinsen können eine Quelle für Infektionen des Auges sein – insbesondere, wenn sie unsachgemäß verwendet werden oder es an der Hygiene mangelt. Besonders gefährlich ist die Pilzkeratitis, bei der Schimmelpilze die Hornhaut angreifen. Deutsche und amerikanische Wissenschaftler erforschen die Ursachen und Möglichkeiten der Therapie. Die Mediziner der amerikanischen Centers for Disease Control and Prevention (CDC) starten jetzt im Rahmen der Kontaktlinsenwoche eine Informationskampagne. mehr...