Aktuelles

 
30.01.2017 FLI_„Oh Schreck, ich werde alt!“ – Vortrag zu Alternsbildern in der Reihe „SCIENCE & SOCIETY“
Frau Dr. Verena Klusmann, Arbeitsgruppe „Psychologische Diagnostik und Gesundheitspsychologie“ der Universität Konstanz, spricht am 2. Februar 2017 um 16 Uhr innerhalb der Vortragsreihe „Science & Society“ über bestehende Altersbilder und Vorstellungen des Alterns. So zeigen Studien, dass Menschen, die ein positives Bild vom Altern haben, oft auch besser und gesünder alt werden. Ihr Vortrag „Oh Schreck, ich werde alt! Bilder und Vorstellungen des Alterns“ findet im Hörsaal des Abbe-Zentrums auf dem Beutenberg-Campus in Jena statt. Die Veranstaltung wird vom Leibniz-Institut für Alternsforschung – Fritz-Lipmann-Institut (FLI), dem Leibniz-Forschungsverbund Healthy Ageing und dem Beutenberg-Campus organisiert. mehr...
 
27.01.2017 MPI-BGC_Alte und artenreiche Wälder nehmen bei Klimaschwankungen stabiler Kohlendioxid auf
Wälder nehmen kontinuierlich Kohlendioxid (CO2) auf, das wichtigste Treibhausgas der Atmosphäre. Bedingt durch Klimaschwankungen variiert diese Aufnahme allerdings von Jahr zu Jahr. Denn während manche Wälder recht konstant CO2 umsetzen, reagieren andere eher wechselhaft und instabil gegenüber Klimaänderungen. Ein internationales Forscherteam unter Leitung des Max-Planck-Instituts für Biogeochemie in Jena fand nun zwei wesentliche Faktoren, die hierbei eine Rolle spielen: Je älter die Waldbestände und je größer deren Artenvielfalt, desto konstanter und stabiler ist ihre Fähigkeit, CO2 aufzunehmen. Die aktuell in Nature Ecology & Evolution veröffentlichten Ergebnisse beruhen auf Datensätzen von 50 weltweit verteilten Wäldern unterschiedlicher Klimazonen. mehr...
 
20.01.2017 MPI-CE_Leibwächter im Darm mit chemischer Waffe
Symbiotische Darmbakterien produzieren ein Antibiotikum, das gefährliche Krankheitserreger im Raupendarm ausschaltet
Nützliche Bakterien im Darm von Schmetterlingsraupen produzieren einen antibakteriellen Wirkstoff und töten damit andere, für die Entwicklung der Raupen schädliche Bakterien ab. Ein internationales Team von Wissenschaftlern unter Leitung des Max-Planck-Instituts für chemische Ökologie in Jena konnte erstmals nachweisen, dass die Symbiose-Bakterien Enterococcus mundtii das Toxin Mundticin absondern. Es dringt im Darm des Afrikanischen Baumwollwurms Spodoptera littoralis in schädliche Darmkeime ein und tötet die Einzeller. Enterococcus mundtii sorgt damit für eine gesunde Darmflora und ein vermindertes Infektionsrisiko des Ernteschädlings. (Cell Chemical Biology, Januar 2017, DOI: 10.1016/j.chembiol.2016.11.015) mehr...
 
18.01.2017 MPI-BGC_Wasser- der heimliche Treiber des Kohlenstoffkreislaufs?
Aktuell nimmt die Landoberfläche etwa ein Viertel der anthropogenen Kohlendioxidemissionen aus der Atmosphäre wieder auf. Ob die Aufnahmefähigkeit dieser Kohlenstoffsenke erhalten bleibt und wie sie sich zukünftig weiterentwickeln wird, ist ungewiss. Wie sie reguliert wird, konnte nun eine Forschergruppe unter der Leitung des Max-Planck-Instituts für Biogeochemie näher beleuchten: Global gesehen werden jährliche Schwankungen der Kohlenstoffsenke vornehmlich durch die Temperatur bestimmt. Blickt man aber auf die lokale Ebene, so ist die Wasserverfügbarkeit der dominierende Faktor. Die neue Studie zeigt auch, wie kompensierende Effekte der Wasserverfügbarkeit zu den Unterschieden zwischen lokalen und globalen Skalen führen.  mehr...
 
12.01.2017 FLI_Karl Lenhard Rudolph übernimmt für 2017 die Präsidentschaft des Deutschen Stammzellnetzwerks (GSCN)
Am 14. September 2016 wurde Prof. Dr. Karl Lenhard Rudolph, Wissenschaftlicher Direktor des Leibniz-Instituts für Alternsforschung – Fritz-Lipmann-Institut (FLI) in Jena, zum „amtierenden Präsidenten 2017“ des German Stem Cell Network (GSCN) gewählt, einem der europaweit größten nationalen Zusammenschlüsse von Stammzellmedizinern und -forschern. Im September 2017 holt er die internationale Jahrestagung des Netzwerks nach Jena. mehr...
 
19.12.2016 MPI-BGC_Ergebnisse aus 12 Jahren Beobachtung des weltweiten Methan-Haushalts
Ein internationales Konsortium interdisziplinärer Wissenschaftler zeichnet erstmalig ein Gesamtbild des globalen Methan-Haushalts und seiner rätselhaften Änderungen seit der Jahrtausendwende. Im Gegensatz zu Kohlendioxid hatte sich die Zunahme von Methan in der Atmosphäre in den späten 1990er Jahren gegen Null bewegt. Diese Stagnation hielt bis um das Jahr 2006, worauf ein erneuter Anstieg des Treibhausgases einsetzte. Seit 2014 steigt der Gehalt an atmosphärischem Methan in rasanter Geschwindigkeit, schneller als in den zwei Jahrzehnten zuvor und nähert sich damit bereits den klimaschädlichsten Treibhausgas-Szenarien.  mehr...
 
02.12.2016 Minister Wolfgang Tiefensee übergibt Förderzusage an den Beutenberg-Campus Jena e.V.
Im Rahmen der öffentlichen Vortragsreihe „Noble Gespräche“ hat Thüringens Wirtschafts- und Wissenschaftsminister, Wolfgang Tiefensee, gemeinsam mit dem Vereinsvorstand am 01. Dezember 2016 den 5000. Besucher dieser Veranstaltungsreihe begrüßt und dabei im Namen der Carl-Zeiss-Stiftung eine Förderzusage in Höhe von 100.000 Euro an den Vorstands­vorsitzenden, Prof. Wilhelm Boland, übergeben. Die Mittel sollen zur Fortführung der erfolgreichen Veranstaltung in den kommenden fünf Jahren sowie für die Organisation von Workshops für junge erfolgreiche Nachwuchswissenschaftler des Beutenbergs Verwendung finden. mehr...
 
01.12.2016 MPI-BGC_Vegetations- und Klimaforscher erhält Beutenberg Campus-Preis
Matthias Forkel, vormals Doktorand am Max-Planck-Institut für Biogeochemie, erhält den diesjährigen Wissenschaftspreis des Beutenberg Campus in der Kategorie „Ausgezeichnete Dissertation“. Geehrt wird er für seine Untersuchungen zum Einfluss der nördlichen Biosphäre auf den Anstieg der jahreszeitlichen Schwankungen des atmosphärischen Kohlendioxidgehalts, womit er einen Rückkopplungseffekt zwischen Klima und Vegetation bestätigen konnte. mehr...
 
30.11.2016 Science4Life sorgt für gute Nachrichten: Hohe Beteiligung und starke Ideen
Gründerteams aus Life Sciences, Chemie und Energie ausgezeichnet

Frankfurt am Main, 29. November 2016. High-Tech Gründer von heute haben realistische Vorstellungen, die Zukunft zu gestalten. 262 Teilnehmer aus dem gesamten Bundesgebiet und ein Gründerteam aus Österreich reichten ihre Ideen beim Science4Life Venture Cup 2017 ein. Der Businessplan-Wettbewerb, der vom Land Hessen und Sanofi unterstützt wird, ist bei Gründern hoch im Kurs. Etliche Teams aus Life Science, Chemie und Energie nutzten die Ideenphase, um potentielle Geschäftsvorhaben auf Umsetzbarkeit zu testen. Die beiden geschäftsführenden Vorstände der Gründerinitiative Science4Life e.V., Dr. Karl-Heinz Baringhaus und Dr. Rainer Waldschmidt, prämierten die Gewinner der Ideenphase des
Science4Life Venture Cup: CrystalsFirst aus Marburg, LipOra aus Heidelberg, neoTube aus Jena, die Reactive Robotics GmbH aus München sowie Tubulis Technologies aus Berlin und München. Darüber hinaus wurden die Teams von der Adaptive Balancing Power GmbH aus Darmstadt, der Li.plus GmbH aus München und von Solaga aus Berlin mit Spezialpreisen aus dem Bereich Energie ausgezeichnet. mehr...
 
30.11.2016 FLI_Zurück auf Anfang: Reaktivierung von embryonalen Genen verursacht Stammzell-Alterung im Muskel
Die Entwicklung des Embryos wird von entwicklungsbiologischen Genen und Signalwegen gesteuert. Die Familie der Hox-Gene übernimmt hierbei eine Schlüsselrolle. Forscher vom FLI in Jena zeigen erstmals, dass im hohen Alter eines dieser Gene, das Hoxa9, reaktiviert wird und dies die Funktion von Muskelstammzellen einschränkt. Die Regenerationsfähigkeit des Skelettmuskels nimmt deswegen im Alter deutlich ab. Paradoxerweise führen also die gleichen Gene, die den Beginn des Lebens kontrollieren, zum Verlust der Stammzellfunktion und Regeneration im Alter. Die Aktivierung von Hoxa9 ist jedoch epigenetisch steuerbar – ein neuer Ansatzpunkt für Therapien in der Regenerationsmedizin. Die Ergebnisse erscheinen am 30. November im Fachjournal Nature. mehr...
 
28.11.2016 Noble Gespräche erwarten am 01. Dezember 5000. Besucher
Nach der Entdeckung von Gravitationswellen, die im Februar 2016 bekanntgegeben wurde, kann man nun zum ersten Mal das Universum auch hören. Einstein hat diese Wellen als Konsequenz seiner Allgemeinen Relativitätstheorie bereits vor 100 Jahren vorhergesagt. Prof. Danzmann vom Max-Planck-Institut für Gravitationsphysik, Potsdam/Teilinstitut Hannover, berichtet bei den „Noblen Gesprächen“ am Donnerstag, den 1. Dezember 2016 um 17 h im Abbe-Zentrum Beutenberg als Gast des Fraunhofer-Instituts für Angewandte Optik und Feinmechanik IOF in seinem Vortrag "Gravitationsastronomie: Töne aus dem dunklen Universum!", wie es gelungen ist, die Existenz dieser seltsamen Wellen zu beweisen.

Der Thüringer Wirtschafts- und Wissenschaftsminister, Wolfgang Tiefensee, wird die Veranstaltung mit einem Grußwort eröffnen und die im Rahmen der „Noblen Gespräche“ stattfindende Verleihung des Nachwuchswissenschaftspreises des Beutenberg-Campus Jena e.V. begleiten. mehr...
 
23.11.2016 MPI-CE_Prof. Ian T. Baldwin im Rang eines AAAS Fellow
Die American Association for the Advancement of Science (AAAS) hat Ian T. Baldwin, Direktor am Max-Planck-Institut für chemische Ökologie in Jena, in den Rang eines Fellows erhoben. mehr...
 
16.11.2016 FLI_1,60 Mio. Euro für Jenaer Alternsforscher - Francesco Neri erhält hochdotierten Kovalevskaja-Preis
In Anerkennung seiner Forschungsarbeit wurde der Jenaer Nachwuchsforscher Dr. Francesco Neri am 15. November 2016 mit dem Sofja Kovalevskaja-Preis der Alexander von Humboldt-Stiftung ausgezeichnet, einem der höchst dotierten Wissenschaftspreise in Deutschland. Der Juniorgruppenleiter am Leibniz-Institut für Alternsforschung (FLI) wird damit die molekularen Ursachen der Krebsentstehung im Alter erforschen. mehr...
 
15.11.2016 MPI-BGC_Rekordanstieg des atmosphärischen CO2 aufgrund geschwächter Aufnahme in der Biosphäre
Obwohl die anthropogenen Emissionen in 2015 nur sehr gering angestiegen sind, markiert die Zunahme von 23Gt Kohlendioxid (CO2) in der Atmosphäre pro Jahr einen neuen Wachstumsrekord. Sie übertrifft damit auch den Zuwachs der vorherigen Dekade, der im Durchschnitt bei 16 Gt CO2 pro Jahr lag. Das Jahr 2016 könnte mit 25 Gt CO2 pro Jahr einen weiteren Rekord aufstellen. Die atmosphärische CO2-Konzentration liegt nun um 44 Prozent höher als in vorindustrieller Zeit und ist damit die höchste der letzten 800 000 Jahre.  mehr...
 
15.11.2016 MPI-BGC_Große Windparks bremsen den Wind und senken die Energieeffizienz
Windenergie trägt maßgeblich zum steigenden Anteil kostengünstiger, erneuerbarer Energie bei. Aber kann sich dieser Trend über die nächsten Jahrzehnte weiter so fortsetzen? Eine neue Studie von Wissenschaftlern des Max-Planck-Instituts für Biogeochemie in Jena, gerade erschienen in den Proceedings of the National Academy of Sciences, USA, senkt diese Erwartung für die großflächige Energiegewinnung mit Windparks erheblich. mehr...
 
14.11.2016 MPI-CE_Pflanzen statten ihre Organe unterschiedlich chemisch aus
Wissenschaftler weisen mit Hilfe von computerbasierten Metabolomanalysen die hohe gewebespezifische Vielfalt von Stoffwechselprodukten in Pflanzen nach.
Wissenschaftlern des Max-Planck-Instituts für chemische Ökologie und der Universität Heidelberg ist es jetzt gelungen, die Vielfalt und unterschiedliche Anreicherung von chemischen Substanzen in Pflanzengeweben der ökologischen Modellpflanze Nicotiana attenuata aufzuklären. Die Ergebnisse wurden mit Hilfe computerbasierter Metabolomanalysen und informationstheoretischen Modellen erzielt. Der eigens für die Studie entwickelte Forschungsansatz ermöglicht die Erforschung des Pflanzenstoffwechsels auf der Ebene einzelner Organe. Somit können die vielfältigen Pflanzenstoffe effizienter erfasst und die Gene, die ihre Biosynthese und Regulierung steuern, schneller identifiziert werden. (Proceedings of the National Academy of Sciences of the United States of America, November 2016, DOI: 10.1073/pnas.1610218113) mehr...
 
07.11.2016 MPI-CE_Abhängigkeit kann ein evolutionärer Vorteil sein
An ihre Umwelt angepasste und von anderen abhängige Bakterien wachsen besser.
Es ist eine weitverbreitete Annahme, dass es für Lebewesen vorteilhaft ist möglichst unabhängig von anderen zu sein. Einem Forscherteam des Max-Planck-Instituts für chemische Ökologie ist es nun gelungen experimentell zu zeigen, dass es ganz im Gegenteil für Bakterien sinnvoll sein kann ihre Autonomie zur Herstellung von Stoffen aufzugeben und sich von anderen abhängig zu machen. Dies bedeutet, dass nicht nur der Erwerb neuer Eigenschaften, sondern auch der Verlust von bestimmten Fähigkeiten die evolutionäre Anpassung von Bakterien an die Umwelt – und möglicherweise auch anderen Organismen – vorantreibt (PLOS Genetics, DOI: 10.1371/journal.pgen.1006364). mehr...
 
03.11.2016 MPI-CE_Pflanzenwurzeln im Dunkeln sehen Licht
Vom Spross in die Wurzel übertragenes Licht aktiviert Lichtrezeptoren in der Wurzel und löst dort lichtabhängige Wachstumsreaktionen in Pflanzen aus.
Forschern und Forscherinnen des Max-Planck-Instituts für chemische Ökologie in Jena und der Nationalen Universität Seoul in Korea konnten erstmalig zeigen, dass Wurzeln der Ackerschmalwand direkt auf Licht reagieren, das vom Spross in die unterirdischen Pflanzenteile übertragen wird. Wurzeln können so das Pflanzenwachstum an die Lichtbedingungen der Umgebung anpassen. (Science Signaling, November 2016, DOI: 10.1126/scisignal.aaf6530). mehr...
 
25.10.2016 MPI-BGC_Im Regenwald sorgt Regen für neuen Regen
Im Amazonasgebiet bringt Abwind bei Niederschlag Aerosolpartikel aus großen Höhen herunter in die Luftschicht, aus der Wolken entstehen.

In einer gemeinsamen Studie haben Wissenschaftler untersucht, wie sich Wolken und damit Regen über dem Amazonasregenwald entwickeln. Sie fanden heraus, dass dort winzige Aerosolpartikel, die anschließend zu Wolkenkeimen werden, aus höheren atmosphärischen Schichten in die Luftschicht gebracht werden, aus der Wolken entstehen. Dafür sorgen die Abwinde, die bei Regen entstehen. Regen ist im Amazonaswald also die Voraussetzung für neuen Regen. Da es in diesem Gebiet keine Aerosolpartikel aus anthropogenen Quellen gibt, könnten diese Erkenntnisse erklären, wie Wolken und Niederschlag vor der Industrialisierung entstanden.  mehr...
 
14.10.2016 MPI-BGC_Artenvielfalt in Wäldern erhöht Produktivität
In einer weltweit durchgeführten Studie, die heute im Fachjournal „Science“ veröffentlicht wurde, haben Wissenschaftler den Einfluss der Artenvielfalt auf die Produktivität von Naturwäldern unter-sucht. Dafür sind Daten von mehr als 770.000 Probeflächen aus 44 Ländern ausgewertet worden. Die Studie erfasst 8737 Baumarten aus den unterschiedlichsten Waldökosystemen, von Mangroven über tropische Feuchtwälder, nord- und mitteleuropäische Nadel- und Laubwälder, Tundren und Trockensavannen bis hin zu mediterranen Naturwäldern. Die Ergebnisse zeigen, dass ein Artenrückgang zu massiven Einschnitten bei der Produktivität der Wälder führt. Nachhaltig bewirtschaftete Wälder haben aber auch bei geringer Artenzahl eine höhere Produktivität als Naturwälder. mehr...
 
13.10.2016 HKI_Von Zellfabriken und neuen Bioprozessen
Jahreskongress Biotechnologie 2020+ am Leibniz-Institut für Naturstoff-Forschung und Infektionsbiologie – Hans-Knöll-Institut – mehr...
 
13.10.2016 MPI-CE_Maisschädling: Das Gehirn, nicht die Nase, sorgt für die richtige Partnerwahl
Die Pheromonkommunikation von Maiszünslern wird über kleine Änderungen im Gehirn gesteuert

Wie findet eine männliche Motte die richtige Partnerin, wenn zwei ähnliche Stämme weiblicher Motten mit ihren Pheromonen locken? In vielen Arten sind die Unterschiede in den Insektenantennen, mit denen die Mottenmännchen die Lockstoffe riechen, für die Wahl der Partnerin verantwortlich. Beim Maiszünsler scheinen jedoch Veränderungen im Hirn der Männchen die Wahl zwischen den zwei zur Verfügung stehenden Weibchenstämmen zu bestimmen. Dies konnte jetzt ein Team von Wissenschaftlern der Universität Amsterdam, der Schwedischen Universität für Agrarwissenschaften und des Max-Planck-Instituts für chemische Ökologie zeigen (Proceedings of the National Academy of Sciences of the United States of America, Early Edition, 3. Oktober 2016, DOI: 10.1073/pnas.1610515113). mehr...
 
13.10.2016 HKI_Biotechnologie 2.0 – Brauchen wir noch Zellen?
Jahreskongress der Biotechnologen in Jena mit öffentlicher Podiumsdiskussion

Jena. Zum Jahreskongress Biotechnologie 2020+ treffen sich Wissenschaftler, Fördermittelgeber und Vertreter der Industrie am 11. und 12. Oktober am Leibniz-Institut für Naturstoff-Forschung und Infektionsbiologie – Hans-Knöll-Institut in Jena. Die interessierte Öffentlichkeit ist zur Podiumsdiskussion eingeladen, um sich über neue Trends in der Biotechnologie und deren Umsetzung in der Industrie zu informieren. mehr...
 
13.10.2016 HKI_Chemische Waffen für den Kampf im Verborgenen
So wie die Maus gelegentlich Opfer einer Katze oder eines Mäusebussards wird, haben auch Bakterien mit den unangenehmen Seiten der Nahrungskette zu kämpfen. Dass einige dabei nicht ganz wehrlos sind, zeigten jetzt Wissenschaftler des Leibniz-Instituts für Naturstoff-Forschung und Infektionsbiologie in Jena. Sie entdeckten eine neue Familie chemischer Verbindungen, die Pyreudione. Diese schützen manche Bakterien vor dem tödlichen Angriff durch räuberische Amöben. Ihre überraschenden Ergebnisse veröffentlichten sie im angesehenen Fachjournal Angewandte Chemie International Edition. mehr...
 
22.09.2016 witelo, ein Ort der Ideen im Land der Ideen
Für das Projekt "witelo - Netzwerk der wissenschaftlich-technischen Lernorte in Jena" wird der witelo e. V., in dem auch der Beutenberg Campus Mitglied ist, am Mittwoch, den 21. September 2016, im bundesweiten Wettbewerb "Ausgezeichnete Orte im Land der Ideen" als Preisträger geehrt. Zum Thema "NachbarschafftInnovation - Gemeinschaft als Erfolgsmodell" beantwortet das Projekt in der Kategorie Bildung die Frage, wie die Lust auf Technik bei Schülern durch die Verknüpfung außerschulischer Lernorte gesteigert werden kann.  mehr...
 
22.09.2016 MPI-CE_Architektur des Riechens: Glomeruli im Riechhirn besitzen einzigartige Struktur
Verschaltungseinheiten aus Riechsinneszellen im Hirn von Drosophila melanogaster lassen Rückschlüsse auf ihre Funktion und ökologische Relevanz zu. mehr...
 
16.09.2016 FLI_Sepsis: Ist ein schwerer Verlauf Veranlagung? Wissenschaftler aus Jena und Ulm untersuchten den Zusammenhang zwischen den Genen von Sepsispatienten und der Schwere des Krankheitsverlaufes.
Sepsis ist ein lebensbedrohlicher Zustand, zu dem es kommt, wenn die Reaktion des Körpers auf eine Infektion das eigene Gewebe schädigt. Eine Sepsis kann im Zusammenhang mit jeder Infektion auftreten. Wird sie nicht schnell erkannt und behandelt, endet sie oft tödlich. Zahlreiche Komponenten haben einen Einfluss auf den Verlauf der Erkrankung, und es ist schon seit längerem bekannt, dass auch die genetische Grundausstattung des Patienten eine wesentliche Rolle spielt. mehr...
 
15.09.2016 MPI-CE_Der Lockruf des Kots
Wie auch viele andere Insekten, geben Essigfliegen Lockstoffe ab, um ihre Artgenossen zu einer interessanten Futterquelle rufen. Ein Forschungsteam des Max-Planck-Instituts für chemische Ökologie in Jena konnte in einer neuen Studie zeigen, dass auch der Kot der Essigfliegen Lockstoffe enthält. Mit Fliegenkot bedeckte Früchte sind für andere Fliegen besonders attraktiv. Früchte scheinen besonders leicht verdaulich zu sein, wenn schon viele Artgenossen daran gefressen haben. Die neuen Forschungsergebnisse sind der erste Schritt, die Bedeutung von Kot für die Kommunikation von Essigfliegen zu verstehen. (Journal of Chemical Ecology, doi:10.1007/s10886-016-0737-4). mehr...
 
30.08.2016 Carl Zeiss – ein Glücksfall für Jena
Von Carl Zeiss zum Beutenberg Campus
Der 200. Geburtstag von Carl Zeiss wird am 11. September 2016 mit zahlreichen Veranstaltungen in der Jenaer Innenstadt gefeiert. So können alle am Leben und Schaffen dieser Jenaer Gründerpersönlichkeit teilhaben. Auf der Carl Zeiss Route, die durch die Innenstadt führt, findet man die Forschungsinstitute des Beutenberg Campus in der Goethe-Galerie. Dort können Groß und Klein erfahren, was aus dem Erbe von Carl Zeiss entstanden ist.  mehr...
 
29.08.2016 MPI-CE_Motte nutzt die Abwehrstoffe von Physalis-Früchten
Die Beeren stärken das Immunsystem der auf Physalis spezialisierten Motte Heliothis subflexa
Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für chemische Ökologie in Jena haben herausgefunden, dass die Motte Heliothis subflexa von den Inhaltsstoffen der Physalis-Früchte profitiert. Die Falter zweckentfremden dabei die Stoffe, die eigentlich Insekten abwehren sollen, zum eigenen Vorteil.Sogenannte Withanolide in Physalis schwächen das Immunsystem von Insekten und sind daher wirksame Abwehrsubstanzen gegen Fraßfeinde. Die untersuchte Mottenart nutzt diese Substanzen erstaunlicherweise, um ihr eigenes Immunsystem anzukurbeln. Die Withanolide schützen die Motte außerdem vor schädlichen Auswirkungen bakterieller Krankheitserreger. Die aktuelle Studie zeigt diesen unerwarteten Vorteil, der durch die Spezialisierung auf eine bestimmte Wirtspflanze entstanden ist. (Nature Communications, August 2016, doi: 10.1038/NCOMMS12530). mehr...
 
26.08.2016 Science & Society - Öffentliche Vortragsreihe: Wir werden älter! Was bedeutet das für Stadt und Land?
Prof. Bernhard Müller, Direktor des Leibniz-Instituts für ökologische Raumentwicklung (IÖR) und Professor für Raumentwicklung der TU Dresden, spricht am 1. September 2016 um 16 Uhr innerhalb der Vortragsreihe „Science & Society“ zu den Auswirkungen des demografischen Wandels auf Stadt und Land und die damit verbundenen Herausforderungen und Chancen. Sein Vortrag „Wir werden älter! Was bedeutet das für Städte und Regionen?“ findet im Hörsaal des Abbe-Zentrums auf dem Beutenberg-Campus in Jena statt. Die Veranstaltung wird vom Leibniz-Institut für Alternsforschung – Fritz-Lipmann-Institut (FLI), dem Leibniz-Forschungsverbund Healthy Ageing und dem Beutenberg-Campus organisiert. mehr...
 
19.08.2016 HKI_Pilzkeratitis: Wissenschaftler informieren im Rahmen der Kontaktlinsenwoche
Nationales Referenzzentrum für Invasive Pilzinfektionen erforscht die Erreger und berät Ärzte zur Therapie
Jena. Kontaktlinsen können eine Quelle für Infektionen des Auges sein – insbesondere, wenn sie unsachgemäß verwendet werden oder es an der Hygiene mangelt. Besonders gefährlich ist die Pilzkeratitis, bei der Schimmelpilze die Hornhaut angreifen. Deutsche und amerikanische Wissenschaftler erforschen die Ursachen und Möglichkeiten der Therapie. Die Mediziner der amerikanischen Centers for Disease Control and Prevention (CDC) starten jetzt im Rahmen der Kontaktlinsenwoche eine Informationskampagne. mehr...
 
17.08.2016 MPI-BGC_Hohe Artenvielfalt in allen Organismengruppen entlang der Nahrungskette nützt den Menschen
Je mehr es wimmelt, kreucht und fleucht, desto besser für den Menschen, der von den vielfältigen, kostenlos erbrachten Leistungen der Natur profitiert. Das ist das Ergebnis einer Studie von über 300 Forschenden unter Führung der Universität Bern, an der auch Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Biogeochemie in Jena beteiligt waren. mehr...
 
28.07.2016 FLI_Kampf der Klone - Leibniz-Forscher des FLI erhält Sofja Kovalevskaja-Preis der Alexander von Humboldt-Stiftung
Warum altern Zellen und Gewebe und was sind die genetischen und molekularen Ursachen? Dieser Frage geht der italienische Nachwuchsforscher Dr. Francesco Neri ab sofort am Leibniz-Institut für Alternsforschung (FLI) in Jena nach. Seine Arbeiten werden im November dieses Jahres mit dem Sofja Kovalevskaja-Preis der Alexander von Humboldt-Stiftung ausgezeichnet, einem der höchst dotierten Wissenschaftspreise in Deutschland. mehr...
 
13.07.2016 Fraunhofer IOF_Green Photonics: Gewinner des Nachwuchspreises 2016 stehen fest
Zur Förderung der angewandten Forschung verleiht die Fraunhofer-Gesellschaft jährlich den Green Photonics Nachwuchspreis an junge Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen. Im Rahmen der Laser Display and Lighting Conference (LDC) wurden am 4. Juli 2016 in Jena die besten akademischen Arbeiten zu Themen wie Energie- und Ressourceneffizienz oder Umweltschutz geehrt. Insgesamt acht Forscher und Forscherinnen erhielten die Auszeichnung - das Fraunhofer IOF punktete dabei insbesondere bei den STIFT Sonderpreisen.  mehr...
 
05.07.2016 ACP_Abbe Center of Photonics wird am Beutenberg Campus feierlich eingeweiht
Optik und Photonik haben in Jena eine lange Tradition. Dabei ist der Name Ernst Abbes - neben denen von Carl Zeiss und Otto Schott - seit mehr als 100 Jahren untrennbar mit der Stadt, ihrer Wirtschaft und Forschung verbunden. Optik und Photonik bilden auch heute in Jena einen der herausragenden Forschungsschwerpunkte, der national wie international hohes Ansehen genießt - und das ebenfalls unter dem Namen Ernst Abbes. mehr...
 
30.06.2016 MPI-CE_Jasmonatarmer Tabak ist für Säugetiere ein gefundenes Fressen
Der Kojotentabak Nicotiana attenuata bildet ein starkes Nervengift: Nicotin. Die Nicotinproduktion wird durch Jasmonate, pflanzliche Hormone, je nach Bedarf oder Befall gesteuert. Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für chemische Ökologie, der Universität Bern und der Washington State University konnten nun zeigen, wie wichtig diese Hormone für das Überleben der Pflanzen in der Natur sind, wenn sie von Säugetieren angefressen werden. Pflanzen, die aufgrund einer genetischen Veränderung einen Jasmonat-Mangel aufwiesen, wurden sowohl von Insekten als auch von Wirbeltieren stärker attackiert. Während sich Insektenbefall jedoch kaum auf die Blütenbildung auswirkte, befallene Pflanzen also trotzdem ausreichend Samen bilden konnten, schädigten gefräßige Säugetiere die pflanzliche Reproduktionsfähigkeit nachhaltig. Dabei spielte das Nicotin als Abwehr gegen Säugetiere eine entscheidende Rolle. Besonders Kaninchen fanden Tabakpflanzen, in deren Stängeln kein Nicotin mehr gebildet wurde, sehr appetitlich. Das Gift ist in den äußeren Gewebeschichten der Stängel ein besonders effektiver Schutz. Die Studie, die die jasmonatgesteuerte pflanzliche Verteidigung gegen Säugetiere in der Natur untersucht, wurde jetzt in der Zeitschrift eLife veröffentlicht (eLife, Juni 2016, DOI: 10.7554/eLife.13720). mehr...
 
28.06.2016 MPI-BGC_ Frühwarnsystem für kritische Veränderungen von Ökosystemen
Internationale Experten diskutierten am Max-Planck-Institut für Biogeochemie, Jena, den Zustand von Ökosystemen der Landoberfläche. Im Vordergrund stand dabei aber nicht nur die Erfassung des momentanen Zustands, sondern auch der stetigen Veränderungen von Ökosystemen. Für deren Analyse wird eine neue Methodik verwendet, eine vielversprechende Kombination von neuartigen Satellitendaten mit lokalen Beobachtungen und innovativen Verfahren aus der Informatik. Darüber hinaus arbeiten die Forscher derzeit an Frühwarnsystemen zur Erkennung möglicherweise dramatischer Veränderungen unserer Umwelt. mehr...
 
27.06.2016 MPI-CE_Sandra Irmisch als herausragende Nachwuchswissenschaftlerin mit der Otto-Hahn-Medaille der Max-Planck-Gesellschaft ausgezeichnet
Pflanzen wehren sich mit Duft, wenn sie von pflanzenfressenden Tieren angegriffen werden. Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für chemische Ökologie in Jena sprechen dabei oft von einem „chemischen Hilferuf“ der Pflanzen. Die Biochemikerin Sandra Irmisch hat den Hilferuf von Pappeln erforscht. Für ihre Doktorarbeit untersuchte sie die molekularen Grundlagen der flüchtigen chemischen Verbindungen, die die Bäume als Reaktion auf Schädlingsbefall abgeben. Ende 2014 erhielt sie dafür von der Friedrich-Schiller-Universität Jena den Doktortitel mit der Auszeichnung „summa cum laude“. Die Max-Planck-Gesellschaft hat diese Arbeit jetzt als besondere wissenschaftliche Leistung mit der Otto-Hahn-Medaille prämiert. mehr...
 
07.06.2016 FSU-IAP_Dr. Robert Keil erhält einen der ersten Carl Zeiss Awards for Young Researchers
Zu Ehren des 200. Geburtstag von Carl Zeiss in diesem Jahr wurde vom Ernst-Abbe-Fonds der „Carl Zeiss Award for Young Researchers“ ausgeschrieben.
Mit diesem Preis sollen vielversprechende Jungwissenschaftler(innen) auf dem Gebiet der Optik und Photonik gewürdigt werden, die mindestens innerhalb der ersten drei Jahre nach ihrer Promotion eine herausragende wissenschaftliche Arbeit in einer international anerkannten wissenschaftlichen Zeitschrift publiziert haben. mehr...
 
03.06.2016 IPHT_Präsident der Republik Tatarstan zu Besuch am IPHT
Rustam Minnichanow, Präsident der Republik Tatarstan, besuchte am 3. Juni in Begleitung von Wolfgang Tiefensee, Thüringer Minister für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitale Gesellschaft, das Leibniz-Institut für Photonische Technologien (IPHT). Sein besonderes Interesse galt innovativen optischen Lösungen für Anwendungen in den Bereichen Medizin, Sicherheit und Lebenswissenschaften.  mehr...
 
03.06.2016 IPHT_Raman-Technologien in die Klinik bringen
Auf dem Jahrestreffen der europäischen COST Action Raman4Clinics haben sich Forschungsgruppen aus 21 europäischen Ländern auf die nächsten Schritte geeinigt, um Raman-Messverfahren in der klinischen Diagnostik zu etablieren. Dazu gehören Kalibrierung von Instrumenten, Ringversuche an Standardproben sowie einheitliche Probenpräparationen und Datenanalyse. Mögliche Anwendungen liegen in der therapeutischen Überwachung von Medikamentendosierungen, Identifikation von Infektionserregern, Typisierung von Zellen und Erkennung von Tumorgrenzen.  mehr...
 
01.06.2016 Fraunhofer IOF_Jenaer Optik auf der Internationalen Luft- und Raumfahrtausstellung in Berlin
Die ILA 2016 nimmt eine führende Position als Kongressmesse für die gesam-te Welt der Luft- und Raumfahrt ein: Vom 1. bis 4. Juni ist sie der Treffpunkt für Entscheider aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Forschung. Der diesjährige Fokus liegt auf den Themen »Nachhaltigkeit« und »technologische Innovationen«. Auch das Jenaer Fraunhofer-Institut für Angewandte Optik und Feinmechanik IOF ist vor Ort und zeigt Freiform- und Metalloptiken für die Weltraumforschung. mehr...
 
31.05.2016 MPI-CE_Stabschrecken produzieren bakterielle Enzyme selbst
Viele Tiere sind auf Darmbakterien angewiesen, um ihre Nahrung verdauen zu können. Symbiotische Mikroorganismen produzieren wichtige Verdauungsenzyme, die zusammen mit den Enzymen ihrer Wirte Nahrungsbestandteile zersetzen können. Viele pflanzenfressende Insekten brauchen mikrobielle Enzyme, zum Beispiel Pektinasen, um bestimmte Bestandteile pflanzlicher Zellwände abzubauen. Einige Insekten haben diese Abhängigkeit jedoch erstaunlicherweise überwunden, wie Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für chemische Ökologie in Jena jetzt entdeckten: Sie fanden heraus, dass Stabschrecken bakterielle Enzyme selbst produzieren können. Die Enzym-Gene sind dabei von Vorfahren der Darmmikroben in das Erbgut der Stabschrecken gelangt. Die Forscher berichten von diesem neuen Fall von „horizontalem Gentransfer“ in der Zeitschrift Scientific Reports (Scientific Reports, Mai 2016, DOI: 10.1038/srep26388) mehr...
 
29.05.2016 HKI_Pilze und Pflanzen gehen gleiche Wege in der Alkaloid-Synthese
Der Schimmelpilz Aspergillus fumigatus bildet eine Gruppe bislang unbekannter Naturstoffe, die in Anlehnung an pflanzliche Isochinolin-Alkaloide als Fumisoquine bezeichnet werden. Forscher aus Jena kamen den neuen Substanzen gemeinsam mit amerikanischen Kollegen auf die Spur, als sie das Genom des Pilzes näher unter die Lupe nahmen. Die Substanzfamilie der Isochinolin-Alkaloide enthält viele pharmakologisch aktive Moleküle. Die soeben in Nature Chemical Biology publizierte Arbeit zeigt, dass Pilze und Pflanzen unabhängig voneinander ähnliche Synthesewege für diese komplexen Moleküle entwickelt haben. Das wiederum macht Pilze für die Suche nach neuen Arzneistoffen und deren biotechnologische Herstellung interessant. mehr...
 
27.05.2016 MPI-CE_Tabakschwärmer prüfen Blüten mit zweiter Nase
Blüten ohne Duft produzieren weniger Samen, obwohl sie genauso oft von Bestäubern besucht werden. Diese überraschende Beobachtung haben Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für chemische Ökologie in Jena bei Untersuchungen von Tabakpflanzen gemacht, die keinen Blütenduft produzieren. Die Forscher zeigten, dass der Duft für die Bestäubung von entscheidender Bedeutung ist: Tabakschwärmer, die wichtigsten Bestäuber des Kojotentabaks Nicotiana attenuata, nehmen den Duft beim direkten Blütenkontakt mit ihrem Saugrüssel wahr, auf dem jetzt die dafür erforderlichen Riechzellen nachgewiesen wurden. Nur an duftenden Blüten, verweilen die Motten lange genug, um Nektar zu trinken und mit ausreichend Pollen am Saugrüssel eine andere, ebenfalls duftende Pflanze erfolgreich zu bestäuben. Die Ergebnisse wurden in der Zeitschrift eLife veröffentlicht (eLife, Mai 2016, DOI: 10.7554/eLife.15039). mehr...
 
26.05.2016 HKI_Christian Hertweck wird in die Nationale Akademie der Wissenschaften aufgenommen
Charles Darwin, Marie Curie, Niels Bohr und Johann Wolfgang von Goethe – sie alle waren Mitglieder der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina. Nun wird auch Christian Hertweck, Professor für Naturstoffchemie an der Friedrich-Schiller-Universität Jena und Leiter der Abteilung Biomolekulare Chemie am Leibniz-Institut für Naturstoff-Forschung und Infektionsbiologie – Hans-Knöll-Institut (HKI), diese Ehre zuteil. Erst kürzlich hatte er den Leibniz-Preis erhalten. mehr...
 
23.05.2016 Fraunhofer IOF_Treibhausgase aus dem Weltraum erfassen
Weltraumbehörden untersuchen das Ausmaß der Treibhausgase in der Luft via Prismen und Gittern in Satelliten. Eine neue Technologie ermöglicht es nun, beide Komponenten weltraumtauglich miteinander zu verbinden. Dadurch wird eine neue Qualitätsstufe für spektrale Auflösung erreicht. mehr...
 
23.05.2016 MPI-CE_Geruch führt Tabakschwärmer zur besten Blüte
Dass die äußerliche Erscheinung verschiedener Bestäuber auffallend zur Blütenform der von ihnen besuchten Pflanzen passt, fiel dem Naturforscher Charles Darwin schon vor mehr als 150 Jahren auf. Er beschrieb die im Laufe von Koevolution entstandene äußere Übereinstimmung von Blüten- und Bestäubern als perfektes Ergebnis gegenseitiger Anpassung. Wissenschaftlern des Max-Planck-Instituts für chemische Ökologie aus Jena ist nicht nur ein eindrucksvoller Beleg von Darwins Beobachtung gelungen. Sie konnten darüber hinaus zeigen, dass Motten der Art Manduca sexta nur nach dem Besuch von Tabakpflanzen, deren Blütenkelche die gleiche Länge hatten wie ihre Saugrüssel, eine positive Energiebilanz aufwiesen. Parallel dazu haben sie eine Vorliebe für den Duft der passenden Blüten entwickelt. Die Ergebnisse wurden jetzt in der Zeitschrift Nature Communications veröffentlicht (Nature Communications, Mai 2016, doi: 10.1038/NCOMMS11644). mehr...
 
12.05.2016 Infektionsbiologe Prof. Stefan Kaufmann am 12. Mai zu Gast bei den Noblen Gesprächen
Ebola, AIDS, Tuberkulose, Grippe – die großen Seuchen versetzen die Welt nicht nur in Angst und Schrecken, sondern ziehen ganz vielfältige Auswirkungen für die Gesellschaft nach sich. Gleichzeitig bietet unser Körper Lebensraum für das Mikrobiom, mit dem wir nicht nur in einem symbiontischen Verhältnis stehen, sondern von dem wir sogar abhängen. Tatsächlich übersteigt die Zahl der mikrobiellen Zellen in unserem Körper die unserer eigenen Zellen um ein Vielfaches. Was zur Eindämmung der Seuchen geschehen muss und wie unser Mikrobiom nicht übertragbare Krankheiten beeinflusst, wird der renommierte Infektionsbiologe Prof. Dr. Dr. h.c. Stefan H. E. Kaufmann, Direktor am Max-Planck-Institut für Infektionsbiologie in Berlin, in seinem Vortrag "Mensch und Mikrobe: Feind und Freund“ im Rahmen der öffentlichen Vortragsreihe „Noble Gespräche“ am Beutenberg Campus in Jena erläutern. Prof. Kaufmann spricht als Gast des Leibniz-Instituts für Naturstoff-Forschung und Infektionsbiologie – Hans-Knöll-Institut. mehr...