Aktuelles

 
12.05.2016 Infektionsbiologe Prof. Stefan Kaufmann am 12. Mai zu Gast bei den Noblen Gesprächen
Ebola, AIDS, Tuberkulose, Grippe – die großen Seuchen versetzen die Welt nicht nur in Angst und Schrecken, sondern ziehen ganz vielfältige Auswirkungen für die Gesellschaft nach sich. Gleichzeitig bietet unser Körper Lebensraum für das Mikrobiom, mit dem wir nicht nur in einem symbiontischen Verhältnis stehen, sondern von dem wir sogar abhängen. Tatsächlich übersteigt die Zahl der mikrobiellen Zellen in unserem Körper die unserer eigenen Zellen um ein Vielfaches. Was zur Eindämmung der Seuchen geschehen muss und wie unser Mikrobiom nicht übertragbare Krankheiten beeinflusst, wird der renommierte Infektionsbiologe Prof. Dr. Dr. h.c. Stefan H. E. Kaufmann, Direktor am Max-Planck-Institut für Infektionsbiologie in Berlin, in seinem Vortrag "Mensch und Mikrobe: Feind und Freund“ im Rahmen der öffentlichen Vortragsreihe „Noble Gespräche“ am Beutenberg Campus in Jena erläutern. Prof. Kaufmann spricht als Gast des Leibniz-Instituts für Naturstoff-Forschung und Infektionsbiologie – Hans-Knöll-Institut. mehr...
 
12.05.2016 IPHT_ Jenaer Start-Up ist Keimen auf der Spur
Das am 4. Mai gegründete Unternehmen Biophotonics Diagnostics entwickelt Software-Lösungen und Datenbanksysteme, mit denen lebensbedrohliche Krankheitserreger sowie deren mögliche Resistenzen schnell und einfach identifiziert werden können. Die Kombination aus einem optischen Messverfahren und einer Computer-basierten Datenanalyse verkürzt die bisher benötigte Zeit zur eindeutigen Erregeridentifikation von etwa einem Tag auf wenige Stunden.  mehr...
 
10.05.2016 MPI-CE_Internationale Ellis Island Ehrenmedaille für Bill Hansson
Jenaer Max-Planck-Direktor und Vizepräsident der Max-Planck-Gesellschaft wurde in New York für seine Verdienste um den globalen Wissenschaftsaustausch und seine Führungsrolle in der Neuroforschung geehrt. mehr...
 
05.05.2016 Jenaer Bündnis für Familie als „Bündnis des Monats“ ausgezeichnet
Das Jenaer Bündnis für Familie wurde im Mai 2006 gegründet und feiert in diesem Jahr mit einem Festakt sein zehnjähriges Bestehen. Die Akteurinnen und Akteure engagieren sich mit großem Einsatz dafür, dass Jena als kinder- und familienfreundliche sowie das Miteinander der Generationen fördernde Stadt wahrgenommen wird. Die vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) eingerichtete Servicestelle Lokale Bündnisse für Familie hat das Jenaer Bündnis für sein Engagement als „Bündnis des Monats Mai 2016“ ausgezeichnet. mehr...
 
25.04.2016 HKI_Erstes Pilzgift bei Candida albicans entdeckt
Wissenschaftlern aus Jena, Borstel, Aberdeen und London gelingt es, im Pilz Candida albicans ein Gift nachzuweisen, das entscheidend an dessen Aktivität als gefährlicher Krankheitserreger beteiligt ist. Ihre Entdeckung wurde nun in Nature veröffentlicht. mehr...
 
21.04.2016 FLI_Gesünder im Alter durch neuen Genschalter
Der Funktionsverlust von Stammzellen des blutbildenden Systems führt im Alter zu einer immer schlechteren Immunabwehr. Forscher vom Leibniz-Institut für Alternsforschung – Fritz-Lipmann-Institut (FLI) in Jena identifizierten nun ein Gen, bei dessen Abschaltung die Anzahl von Abwehrzellen im Blut von alten Mäusen stabil bleibt und ihnen eine längere Lebenszeit beschert. Die Ergebnisse werden am 18. April online im Journal Nature Cell Biology veröffentlicht. mehr...
 
07.04.2016 Fraunhofer IOF_Eröffnung des Leistungszentrums Photonik in Jena
Gemeinsam mit Vertretern aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik eröffnete Prof. Dr. Reimund Neugebauer, Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft, heute das neue Leistungszentrum Photonik am Fraunhofer-Institut für Angewandte Optik und Feinmechanik in Jena.  mehr...
 
14.03.2016 FLI_ Pros & Cons von kalorienreduzierten Diäten auf das Altern und die Gesundheit
Der potenziell lebensverlängernde Effekt von Diäten ist in aller Munde. Forscher vom Leibniz-Institut für Alternsforschung – Fritz-Lipmann-Institut (FLI) in Jena zeigen nun, dass eine Diät den Erhalt der Funktion körpereigener Stammzellen in Mäusen zwar verbessert, jedoch auf Kosten der körpereigenen Immunabwehr, die dabei stark geschwächt wird. Das könnte den lebensverlängernden Effekt der Diät wieder aufheben. Die Ergebnisse erscheinen am 14. März im Journal of Experimental Medicine.
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12.03.2016 Beutenberg-Campus Jena e.V. wählt neuen Vorstand
Bei der Mitgliederversammlung des Beutenberg-Campus Jena e.V. wurde am 09. März turnusmäßig ein neuer Vorstand gewählt. mehr...
 
12.03.2016 HKI_Veranstaltungen für junge Wissenschaftler bei der VAAM-Jahrestagung
Weltweit grassierende Infektionskrankheiten, der Beitrag der Mikroorganismen zum Klimawandel und neue biotechnologische Produktionsverfahren – diese und viele weitere Themen sind Gegenstand auf der Jahrestagung der Vereinigung für Allgemeine und Angewandte Mikrobiologie (VAAM), die vom 13. bis zum 16. März 2016 in Jena stattfinden wird. Für den wissenschaftlichen Nachwuchs gibt es dabei ein gesondertes Programm, organisiert von der Jenaer Exzellenz-Graduiertenschule JSMC. mehr...
 
11.03.2016 HKI_Antibiotikamangel aus Sicht von Forschung und Industrie
Grundlagenforschung, aber auch die gezielte Anwendung von Kenntnissen aus der Mikrobiologie sollen auf der Jahrestagung der Vereinigung für Allgemeine und Angewandte Mikrobiologie (VAAM), die vom 13. bis zum 16. März 2016 in Jena stattfindet, thematisiert werden. Dazu gehört beispielsweise die Überführung neuer Erkenntnisse in die Bereiche Medizin, Mobilität und Landwirtschaft. Das bundesweit aktive, vom Bundesministerium für Bildung und Forschung finanzierte Projektkonsortium InfectControl 2020 veranstaltet im Rahmen der Konferenz eine Podiumsdiskussion zur Antibiotika-Krise im Hinblick auf resistente Krankheitserreger und die Entwicklung neuer Antibiotika. mehr...
 
10.03.2016 FLI/PE: UniStem Day 2016: FLI beteiligt sich am größten Stammzell-Event Europas
Am 11. März 2016 nimmt Deutschland zum ersten Mal am Europäischen Stammzelltag UniStem Day teil. Als einer von 8 Standorten ist auch Jena unter Koordination des Leibniz-Instituts für Alternsforschung (FLI) und in Zusammenarbeit mit dem Universitätsklinikum Jena (UKJ) und der Friedrich-Schiller-Universität (FSU) mit dabei. Der Tag gibt einen Einblick in die Stammzellforschung und -anwendung und richtet sich europaweit an jährlich etwa 25.000 Oberstufenschüler(innen). mehr...
 
10.03.2016 MPI-CE_Stabschrecken können schwerverdauliches Pflanzenmaterial verspeisen
Pflanzliche Zellwände bestehen aus vielen komplexen Polymeren, für deren vollständigen Abbau eine Vielzahl verschiedener Enzyme erforderlich ist. Dazu zählen Cellulase für den Abbau von Cellulose und Xylanase für den Abbau von Xylan. Jahrzehntelang gingen Wissenschaftler davon aus, dass nur Mikroorganismen Cellulase-Enzyme produzieren können, bis Cellulase-Gene in holzverspeisenden Insekten gefunden wurden. Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für chemische Ökologie in Jena haben nun eine weitere Theorie außer Kraft gesetzt: Die Forscher entdeckten, dass Stabschrecken (Phasmatodea) Cellulasen produzieren, die unterschiedliche Zellwandpolymere gleichermaßen abbauen können (Insect Biochemistry & Molecular Biology, Februar 2016). mehr...
 
10.03.2016 HKI_Jena als Zentrum der Mikrobiologie_VAAM-Tagung in Jena
Weltweit grassierende Infektionskrankheiten, der Beitrag der Mikroorganismen zum Klimawandel und neue biotechnologische Produktionsverfahren – die wissenschaftlichen und medizinischen Herausforderungen für Mikrobiologen sind auch im 21. Jahrhundert vielfältig und anspruchsvoller denn je. Auf der Jahrestagung der Vereinigung für Allgemeine und Angewandte Mikrobiologie (VAAM) treffen sich vom 13. bis zum 16. März 2016 Wissenschaftler aus aller Welt in Jena, um diese und viele weitere Themen zu diskutieren. mehr...
 
03.03.2016 Jetzt anmelden zum Forsche Schüler Tag am Beutenberg
Am Donnerstag, den 28. April 2016 lädt der Beutenberg Campus in Jena wieder parallel zum Girls‘ Day Schülerinnen und Schüler ein, Wissenschaft selbst zu erleben. „Forsche Schüler“ ab der 8. Klasse haben die Möglichkeit, einen Tag lang einen Blick in die Berufswelt von Wissenschaftlern zu werfen und Wissenschaft „auszuprobieren“. Dabei können sie aus einem vielseitigen physikalisch und lebens­wissenschaftlich ausgerichteten Angebot der teilnehmenden Institute auswählen. Diese Institute bieten u. a. Schnupperworkshops an, bei denen die Schüler selbst experimentieren dürfen.  mehr...
 
29.02.2016 HKI_Praxistipps zur Erforschung von Pilzinfektionen
Will man Pilzinfektionen vollumfänglich erforschen, muss man auch den betroffenen Wirtsorganismus mit einbeziehen. Doch gerade für Nachwuchswissenschaftler sind die Chancen mit Versuchstieren und Alternativmodellen zu arbeiten, gering gesät. Der derzeit am Leibniz-Institut für Naturstoff-Forschung und Infektionsbiologie (HKI) stattfindende FEBS-Kurs schafft Abhilfe: Nachwuchswissenschaftler treffen auf erfahrene Kollegen und bringen sich im praktischen Arbeiten mit Infektionsmodellen auf den neuesten Stand. mehr...
 
25.02.2016 FLI_ JenAge-Forscher entdecken im N. furzeri Genschalter für Langlebigkeit
Das Jenaer Forschungskonsortium JenAge erntet die Früchte seiner langjährigen Arbeit: Forscher entdeckten im Türkisen Prachtgrundkärpfling mithilfe systembiologischer Analysen „prophetische Genaktivitäten“, die im jungen Alter die Lebensspanne des Fisches beeinflussen. Die Ergebnisse sind im Journal Cell Systems erschienen und markieren einen weiteren Höhepunkt der institutsübergreifenden Alternsforschung in Jena. mehr...
 
24.02.2016 Preisträger des 21. Thüringer Forschungspreises kommen aus Jena, darunter zwei vom Beutenberg
Der diesjährige 21. Thürin­ger Forschungspreis geht an drei Institute aus Jena. Das hat Thüringens Wissenschaftsminister Wolfgang Tiefen­see heute bekanntgegeben. „Die Preisträger haben in den Bereichen Humangenetik, Ökologie und 3D-Mikroskopie mit herausragenden Ar­beiten überzeugt“, sagte Tiefensee. Dies sei auch eine Bestätigung für die Forschungs- und Innovationsstrategie des Landes, die u.a. auf die Themen Gesundheitswirtschaft, gesundes Leben und optische Techno­logien setze. mehr...
 
23.02.2016 „Jena feiert“ – Neuer Flyer 2016 des Jenaer Bündnisses für Familie
Unsere Stadt hat in diesem Jahr viele Gründe, stolz auf sich und ihre Akteure zu sein. 2016 ist das Jahr der großen und kleinen Jubiläen. Nicht nur der 200. Geburtstag von Carl Zeiss wird gebührend begangen – auch das 10. Jahr des Jenaer Bündnisses für Familien soll gelebt und gefeiert werden. mehr...
 
19.02.2016 Beutenberg_Henning Scherf begeistert Politprominenz und Publikum: „Ich freue mich auf mein Altersleben“
Dr. Henning Scherf, Bürgermeister & Senatspräsident a.D. der Freien Hansestadt Bremen, sprach gestern am 18.02.2016 im Rahmen der öffentlichen Vortragsreihe „Science & Society“ über seine Vorstellungen vom Altern und warum er sich darauf freut. Damit begeisterte er den vollen Hörsaal des Abbe-Zentrums ebenso wie seine politischen Wegbegleiter, OB Dr. Albrecht Schröter und Minister Wolfgang Tiefensee.  mehr...
 
11.02.2016 Zum Leben in einer Alters-WG_Dr. Henning Scherf spricht am Beutenberg!
Dr. Henning Scherf, Bürgermeister & Senatspräsident a.D. der Freien Hansestadt Bremen, wird im Rahmen der öffentlichen Vortragsreihe „Science & Society“ zu seinem Leben in einer Alters-WG sprechen. Sein Vortrag „Ich freue mich auf mein Altersleben“ findet am Donnerstag, den 18. Februar 2016, im Hörsaal des Abbe-Zentrums auf dem Beutenberg-Campus in Jena statt. Beginn ist 16.00 Uhr. Die Veranstaltung wird vom Leibniz-Institut für Alternsforschung – Fritz-Lipmann-Institut (FLI) und dem Leibniz-Forschungsverbund Healthy Ageing in Kooperation mit dem Beutenberg-Campus Jena e.V. organisiert. mehr...
 
28.01.2016 Berlin/HKI_Leibniz debattiert: Wie krank machen Krankenhäuser?
Jedes Jahr infizieren sich viele Tausend Menschen mit Keimen in deutschen Krankenhäusern. Die meisten dieser Keime sind harmlos, doch für immungeschwächte Patienten können sie lebensbedrohlich sein. Nicht nur mangelnde Hygiene trägt zur Verbreitung bei. mehr...
 
26.01.2016 MPI-BGC_ Atemtest des Regenwalds wirft neue Fragen auf
Unsere Atmosphäre verfügt mit den sogenannten Hydroxylradikalen (OH) über ein effizientes Selbstreinigungsmittel. Diese Radikale oxidieren Kohlenwasserstoffe, wie beispielsweise das Treibhausgas Methan sowie Abgase aus Verkehr und Industrie, sodass sie anschließend mit dem Regen ausgewaschen werden können. Dieser Reinigungsvorgang findet vorwiegend über den Tropen statt. Bisher ging man davon aus, dass im Regenwald die flüchtige organische Verbindung Isopren den größten Anteil der Reaktionspartner für das OH stellt. Eine aktuelle Studie des Max-Planck-Instituts für Chemie, die in der Zeitschrift „Nature Communications“ Ende Januar veröffentlicht wurde, zeigt nun jedoch, dass im tropischen Regenwald des Amazonas Isopren vor allem in der Trockenzeit nur für rund 20 Prozent der OH-Reaktionsrate verantwortlich ist. Welche Stoffe für die restlichen 80 Prozent ausschlaggebend sind, ist bisher noch ungeklärt. mehr...
 
22.01.2016 MPI-BGC_Florierende Vegetation verstärkt Kohlendioxid-Schwankungen
Überall auf der Welt registrieren Messstationen den Anstieg des Treibhausgases Kohlendioxid in der Atmosphäre. In hohen nördlichen Breiten ist allerdings noch ein weiterer Trend zu sehen: Die jahreszeitlichen Schwankungen des Kohlendioxids nehmen bereits seit den 1960er Jahren zu. Das liegt vor allem am verstärkten Pflanzenwachstum im Norden, schreiben Forscher vom Max-Planck-Institut für Biogeochemie in Jena zusammen mit Kollegen vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung und aus den USA in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift Science. Durch die höheren Temperaturen breiten sich mehr Wälder aus, die Photosynthese verstärkt sich. So nimmt die Vegetation im Sommer mehr Kohlendioxid auf.  mehr...
 
21.01.2016 UniStem Day 2016 – Europäischer Stammzelltag
Der ,,UniStemDay“ ist eine europaweite Veranstaltung für Schülerinnen und Schüler mit naturwissenschaftlichem Fokus (Sek.-Stufe II). An diesem Tag erhalten sie Einblicke in wissenschaftliche Einrichtungen, die sich mit Stammzellen forschen und arbeiten.
In den vergangenen Jahren nahmen in Italien, Spanien, Großbritannien und anderen Ländern jährlich ca. 20.000 Schüler daran teil. Deutschland beteiligt sich erstmals am UniStem Day 2016. Mit dabei ist auch das Leibniz-Institut für Alternsforschung – Fritz-Lipmann-Institut e.V. (FLI), das gemeinsam mit der Friedrich-Schiller-Universität Jena und dem Universitätsklinikum Jena naturwissenschaftlich interessierten Schüler(inne)n und Jung-Student(inn)en das weite Spektrum der Stammzellforschung in Jena näher bringen möchte – von der Grundlagenforschung über Anwendungsfelder bis hin zu den ethischen Diskussionen. mehr...
 
19.01.2016 MPI-BGC_ Warum die_Kohlenstoffaufnahme in Europas Ökosystemen schwankt
Die atmosphärische Zirkulation bestimmt die großräumigen Windbewegungen über den Kontinenten und damit die Niederschläge und Temperaturen in verschiedenen Regionen. Besondere Kombinationen atmosphärischer Zirkulationsmuster waren auch für die außergewöhnlich niedrige Aufnahme von CO2 durch Europäische Ökosysteme in den ersten Jahren unseres Jahrtausends verantwortlich. Dies enthüllt ein internationales Wissenschaftler-Team, darunter Christian Rödenbeck vom MPI für Biogeochemie, in ihrer heute in Nature Communications veröffentlichten Studie. mehr...
 
08.01.2016 MPI-CE_Löwenzahn schützt sich mit Latex vor Maikäfer-Larven
Der Löwenzahn gilt vielen als ein lästiges Unkraut. Neben Hobby-Gärtnern hat die Pflanze auch in der Natur viele Feinde. Vor diesen schützt sie sich mit einem latexhaltigen Saft. Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für chemische Ökologie in Jena und der Universität Bern konnten jetzt nachweisen, dass eine einzige Substanz aus dem bitteren Latexsaft die Wurzeln des Löwenzahns gegen gefräßige Maikäferlarven wirksam schützt. Latex ist demnach für die pflanzliche Verteidigung gegen Bodenschädlinge entscheidend. (PLOS Biology, Januar 2016, Open Access) mehr...
 
07.01.2016 MPI-BGC_ Benachbarte Bäume konkurrieren weltweit gleich um Wachstumsvorteile
Wenige funktionelle Pflanzenmerkmale können das Wachstum beim Wettbewerb zwischen benachbarten Bäumen im Wald dominieren. Die Konkurrenz innerhalb der gleichen Arten scheint aber immer größer zu sein als zwischen den Arten, schreibt ein internationales Team in der aktuellen Ausgabe des Journals Nature. Grundlage für die Studie war unter anderem die Globale Datenbank für Pflanzenmerkmale (TRY), die am Max-Planck-Institut für Biogeochemie in Jena angesiedelt ist und auch vom Deutschen Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) getragen wird. mehr...
 
07.01.2016 MPI-BGC_ Pflanzen nutzen nur einen Bruchteil ihrer möglichen Merkmalskombinationen
Die Größe von Pflanzen und der Bauplan ihrer Blätter haben bei der Evolution der Gefäßpflanzen eine besondere Rolle gespielt. Von sechs analysierten wichtigen Pflanzenmerkmalen konnte die Evolution nur die genannten zwei frei wählen. Ein Großteil potentiell möglicher Kombinationen bleibt dagegen von heutigen Pflanzen ungenutzt, da sich die Merkmale offenbar nicht unabhängig voneinander entwickelt haben. Die aktuelle Studie in Nature basiert auf der Globalen Datenbank für Pflanzenmerkmale (TRY) des Max-Planck-Instituts für Biogeochemie, Jena, und des Deutschen Zentrums für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv). mehr...
 
21.12.2015 MPI-BGC_Köppen-Preisträger 2015: Dr. Jakob Zscheischler
Den Wladimir-Peter-Köppen-Preis erhielt in diesem Jahr Dr. Jakob Zscheischler. Der Mathematiker wurde vom Exzellenzcluster CliSAP für seine herausragende Dissertation ausgezeichnet, die er am Max-Planck-Institut für Biogeochemie in Jena und am Max-Planck-Institut für Intelligente Systeme in Tübingen verfasste und im vergangenen Jahr an der ETH Zürich einreichte. Die Jury beurteilte die Arbeit als methodisch und thematisch sehr originell und gleichzeitig richtungsweisend. mehr...
 
21.12.2015 MPI-CE_Sexuallockstoff von Parasiten warnt Fliegenmütter
Weibchen der Schwarzbäuchigen Taufliege Drosophila melanogaster reagieren besonders stark auf den Duft ihrer schlimmsten Feinde, parasitischen Wespen der Gattung Leptopilina. In der Natur werden bis zu 80 Prozent der Larven von diesen Wespen parasitiert, die ihre Eier in die Larven legen. Der Wespennachwuchs frisst dann den Fliegennachwuchs von innen auf. Ein angeborenes Frühwarnsystem verschafft den Fliegen jedoch einen Überlebensvorteil. Wissenschaftlern des Max-Planck-Instituts für chemische Ökologie gelang jetzt die Identifizierung der auf den Feindesduft spezialisierten Sinneszelle der Fliege sowie der chemischen Verbindungen aus dem Körpergeruch der Wespen, die den Fluchtreflex der Fliege auslösen. Eine dieser Verbindungen ist der Sexuallockstoff der Wespen. Erstmals konnte ein Schaltkreis im Geruchssystem in einem Insekt beschrieben werden, der ausschließlich auf das Aufspüren eines todbringenden Feindes spezialisiert ist. (PLoS Biology, Dezember 2015) mehr...
 
21.12.2015 HKI_Axel Brakhage wird in Mikrobiologie-Akademie gewählt
Die European Academy of Microbiology (EAM) hat Prof. Dr. Axel Brakhage zu ihrem neuen Mitglied gewählt. Er ist Lehrstuhlinhaber für Mikrobiologie und Molekularbiologie an der Friedrich-Schiller-Universität Jena und Direktor des Leibniz-Instituts für Naturstoff-Forschung und Infektionsbiologie – Hans-Knöll-Institut (HKI).  mehr...
 
09.12.2015 MPI-CE_Kooperierende Bakterien isolieren Egoisten
In natürlichen Mikrobengemeinschaften tauschen verschiedene Bakterienarten häufig Nährstoffe miteinander aus. Dabei geben Bakterien Verbindungen wie Aminosäuren oder Vitamine in ihre Umgebung ab und füttern damit andere Bakterienzellen. Dadurch verbrauchen sie zwar Ressourcen, profitieren aber im Gegenzug von den Nährstoffen, die ihnen ihre bakteriellen Partner zur Verfügung stellen. Man spricht daher von einem kooperativen Stoffaustausch. Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für chemische Ökologie und der Friedrich-Schiller-Universität in Jena konnten jetzt zeigen, dass Bakterien, die selbst nicht in die Nährstoffproduktion investieren, auch nicht ohne weiteres in den Genuss der Vorteile dieses wechselseitigen Stoffaustausches kommen. Sie wiesen nach, dass zwei Bakterienarten, die in kooperativer Weise Aminosäuren austauschen, in räumlich strukturierten Umgebungen vor der Ausbeutung durch opportunistische, nicht-kooperierenden Bakterien sicher sind, weil diesen der Zugang zu den ausgetauschten Aminosäuren verwehrt wird. Dadurch wird die kooperative Wechselwirkung langfristig stabilisiert. (The ISME Journal, Dezember 2015). mehr...
 
08.12.2015 FSU-IAP_New OSA Fellows elected
„Fellows of The Optical Society” zeichnen sich durch bedeutende Beiträge zur Optik und Photonik aus. Ein OSA Komitee prüft die fachliche Reputation der vorgeschlagenen Kandidaten anhand mehrerer Faktoren, wie wissenschaftliche Leistungen, Anzahl signifikanter Publikationen und Patente. Die Ansprüche sind sehr hoch, da nicht mehr als 0,4 Prozent der OSA-Mitglieder pro Jahr zum Fellow ernannt werden dürfen. Insgesamt ist die Zahl der Fellows auf maximal 10 Prozent der Mitglieder limitiert. mehr...
 
08.12.2015 FLI_Express-Altern und Zeitmaschine: Genom des Nothobranchius furzeri entziffert
Der Türkise Prachtgrundkärpfling (Nothobranchius furzeri) ist das kurzlebigste Wirbeltier, das unter Laborbedingungen gehalten werden kann. Er wächst sehr schnell und altert wie im Zeitraffer. Forschern des Leibniz-Instituts für Alternsforschung – Fritz-Lipmann-Institut (FLI) in Jena ist es nun gelungen, das Genom des Fisches zu entziffern – ein Meilenstein für die Etablierung von N. furzeri als neues Modellsystem in der Alternsforschung. Die Ergebnisse sind nun in der renommierten Fachzeitschrift Cell erschienen. mehr...
 
01.12.2015 FLI_Leibniz-Institut für Alternsforschung mit Jenaer Familiensiegel ausgezeichnet
Das Leibniz-Institut für Alternsforschung – Fritz-Lipmann-Institut (FLI) in Jena wurde am 24.11.2015 im Rahmen des „Forums Flexibel?!“ mit dem Jenaer Familiensiegel ausgezeichnet. Mit dem Jenaer Familiensiegel vom Jenaer Bündnis für Familie werden familienfreundliche Unternehmen und Einrichtungen am Standort Jena ausgezeichnet, die sich in besonderem Maße für die bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie einsetzen. mehr...
 
01.12.2015 Forschungskooperation zwischen Fraunhofer IOF und Ernst-Abbe-Hochschule Jena startet als Thüringer Exzellenzcluster Mikro- und nanostrukturierte Infrarot-Optiken (MIRO)
Das Bundesministerium für Bildung und Forschung, das Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und digitale Gesellschaft und die Fraunhofer-Gesellschaft fördern die Einrichtung der gemeinsamen Forschungsgruppe »MIRO« mit mehr als 1,8 Millionen Euro für drei Jahre.  mehr...
 
16.11.2015 HKI_Alter Wirkstoff im neuen Gewand
Mindestens 7.500 bis 15.000 Menschen sterben laut Bundesgesundheitsministerium in Deutschland jedes Jahr an Infektionen im Krankenhaus – Tendenz steigend. Neue Wirkstoffe gegen Infektionen werden also dringend benötigt. Der Weg dorthin ist beschwerlich. Mit der Entdeckung neuer chemischer Verbindungen ist jedoch ein Anfang gemacht, der den Weg zu neuen Therapeutika eröffnen kann. mehr...
 
11.11.2015 FLI_SENECA-Medaille für Jenaer Alternsforscher Prof. K. Lenhard Rudolph
Der Industrie-Club e.V. Düsseldorf hat am 10. November den Wissenschaftspreis für Alternsforschung an den renommierten Stammzellforscher Prof. Dr. Karl Lenhard Rudolph (46), Wissenschaftlicher Direktor des Leibniz-Instituts für Alternsforschung in Jena, verliehen. Mit der "SENECA-Medaille für Alternsforschung" werden seine bahnbrechenden Arbeiten auf dem Gebiet der Stammzellalterung ausgezeichnet. mehr...
 
06.11.2015 HKI__Science-Publikation lüftet Fähigkeiten eines Kartoffel-Krankheitserregers
Ein Viertel aller pflanzlichen Lebensmittel weltweit verdirbt aufgrund von Pflanzenkrankheiten. Wissenschaftler des Hans-Knöll-Instituts haben ein normalerweise Sauerstoff-empfindliches Bakterium untersucht, das vor allem Kartoffeln befällt. Ihre Ergebnisse zeigen völlig unerwartet, dass dieses Bakterium in der Lage ist, in Umgebung mit Sauerstoff dennoch zu überleben. Wie dies geschieht, wurde nun im Fachmagazin Science veröffentlicht. mehr...
 
05.11.2015 HKI-Wissenschaftler erhalten medac-Forschungspreis 2015
Jährlich vergibt das mittelständische Pharmaunternehmen medac GmbH mit Sitz in Wedel den medac-Forschungspreis an junge Wissenschaftler des Hans-Knöll-Instituts, die interdisziplinär forschen. In diesem Jahr wurden gleich drei herausragende Arbeiten ausgezeichnet. mehr...
 
27.10.2015 FLI_Chance auf Humboldt-Professur in Jena: US-Spitzenforscher erhält höchstdotierten Forschungspreis Deutschlands
Die Alexander von Humboldt-Professur ist mit bis zu fünf Millionen Euro der höchstdotierte Forschungspreis Deutschlands und soll internationale Spitzenforscher an deutsche Universitäten holen. Zu den diesjährigen Preisträgern zählt der international renommierte Stammzellforscher Prof. Dr. Heinrich Jasper vom Buck Institute for Research on Aging, USA, den das Leibniz-Institut für Alternsforschung – Fritz-Lipmann-Institut (FLI) und die Friedrich-Schiller-Universität Jena (FSU) für eine Professur in Jena vorgeschlagen haben.  mehr...
 
26.10.2015 MPI-BGC_Erfolgreiche Max-Planck-Graduiertenschule für weitere 6 Jahre verlängert
Die internationale Graduiertenschule für globale biogeochemische Stoffkreisläufe IMPRS-gBGC am Max-Planck-Institut für Biogeochemie und der Friedrich-Schiller-Universität Jena erhielt eine Bewilligung für weitere sechs Jahre. Nach dem hervorragenden Evaluationsergebnis im vergangenen Jahr wurde nun von der Max-Planck-Gesellschaft die weitere Förderung offiziell bekannt gegeben. Der Präsident der Gesellschaft, Prof. Martin Stratmann, beglückwünschte in seinem Schreiben an den Sprecher der IMPRS, den Max-Planck-Direktor Prof. Martin Heimann, zur außerordentlich erfolgreichen Forschung des internationalen wissenschaftlichen Nachwuchses. mehr...
 
23.10.2015 MPI-CE_Abspalten von Zucker als Überlebenstrick
Pflanzen produzieren ein gewaltiges Arsenal von giftigen Verbindungen um sich ihrer Fraßfeinde zu entledigen. Um sicherzustellen, dass das Gift ihrer Abwehrstoffe keine nachteilige Wirkung auf die Pflanzen selbst hat, binden viele Pflanzen Zuckermoleküle an diese Substanzen. Verdauungsenzyme im Darm der Insekten, sogenannte Glycosidasen, spalten den Zucker ab, was zu einer Freisetzung des Giftes führt − mit unangenehmen Folgen für den Schädling. Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für chemische Ökologie in Jena sind jetzt auf einen Mechanismus gestoßen, der entgegengesetzt funktioniert: Sie fanden einen Abwehrstoff des Kojotentabaks Nicotiana attenuata, der mit gebundenem Zuckermolekül giftig ist. Durch eine Glycosidase im Darm von Larven des Tabakschwärmers Manduca sexta, die einen Zucker von diesem Gift abspaltet, wird es jedoch in eine ungiftige Verbindung verwandelt. Zum ersten Mal beschrieben Forscher, dass die Abspaltung von Zucker ein Entgiftungsmechanismus als Anpassung von Insekten an die natürliche pflanzliche Abwehr sein kann. (Nature Communications, Oktober 2015). mehr...
 
22.10.2015 VAAM Jahrestagung 2016 in Jena
Die Jahrestagung der Vereinigung für Allgemeine und Angewandte Mikrobiologie (VAAM) findet im nächsten Jahr vom 13.–16. März in Jena statt. Anmeldungen sind ab sofort möglich: http://www.vaam-kongress.de/ mehr...
 
20.10.2015 FLI_Dem Geheimnis der über 100-Jährigen auf der Spur
Forscher erkennen den Unterschied zwischen normalem und krankheitsbedingtem Altern auf molekularer Ebene – Proteomanalyse in Symbiose mit einer Therapie ermöglicht Einflussnahme auf krankheitsbedingtes Altern. mehr...
 
19.10.2015 MPI-CE_Das Baukastenprinzip von Sexuallockstoffen
Wissenschaftler des Instituts für Organische Chemie und Biochemie in Prag und des Max-Planck-Instituts für chemische Ökologie in Jena untersuchten die Pheromonchemie von Motten und entdeckten einen neuen evolutionären Mechanismus: Ein einzelner Aminosäurerest in Desaturasen, Doppelbindungen einführenden Enzymen, des Tabakschwärmers Manduca sexta ändert die enzymatischen Produkte derart, dass aus einfach- und zweifach-ungesättigten Vorstufen der Sexuallockstoffe dreifach-ungesättigte Varianten entstehen. Die Empfindlichkeit der Enzyme im Hinblick auf Änderungen ihrer spezifischen Wirksamkeit als Folge kleiner Mutationen kann zu erheblichen Divergenzen in der Pheromonkommunikation von Motten beitragen. Die Entstehung neuer Insektenarten ist die Folge (Proceedings of the National Academy of Sciences of the United States of America, October 2015).  mehr...
 
09.10.2015 MPI-CE_Essbare Liebesgaben beeinflussen das Verhalten von Weibchen nach der Paarung
Mit einem Hochzeitsgeschenk an ihre Partnerinnen ändern männliche Grillen möglicherweise die Fortpflanzungsphysiologie der Weibchen und deren Bereitschaft, sich mit anderen Männchen zu paaren. Dies fanden Wissenschaftler der Universität Exeter, England, und des Max-Planck-Instituts für chemische Ökologie in Jena heraus (PLOS ONE, Oktober 2015). mehr...
 
09.10.2015 Vernissage ARCHAISCHE MODERNE
Ausstellungseröffnung ist am 13. Oktober 2015, um 10:00 Uhr. Die bereits vierte Kunstausstellung im Max-Planck-Institut für chemische Ökologie setzt die in den vergangenen Jahren begonnene Tradition des Einklanges von Kunst und Wissenschaft fort. mehr...
 
08.10.2015 Noble Gespräche - Öffentlicher Vortrag von Nobelpreisträger Eric Betzig im Abbe-Zentrum Beutenberg
Im Rahmen der öffentlichen Vortragsreihe „Noble Gespräche“, die in diesem Jahr ganz im Zeichen des von der UNESCO-Kulturorganisation ausgerufenen „Internationalen Jahr des Lichts“ steht, spricht Nobelpreisträger Eric Betzig, PhD vom Howard Hughes Medical Institute, Ashburn, Virginia, USA am Donnerstag, den 08. Oktober 2015 um 17 Uhr als Gast des Leibniz-Instituts für Photonische Technologien. Der Titel seines Vortrags lautet: "Imaging Life at High Spatiotemporal Resolution". Diese Veranstaltung wird vom Beutenberg-Campus Jena e.V. in Kooperation mit ZEISS ausgerichtet.
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