Aktuelles

 
06.01.2015 FLI_Transkriptionsfaktor WT1 reguliert Nieren-Krankheitsgene
Für die Reinigung des Blutes und Ausscheidung von Schadstoffen sind die Nieren essentiell. Bei vielen Alterskrankheiten ist ihre Funktionsweise jedoch eingeschränkt, meist mit fatalen Folgen für den gesamten Organismus. Jenaer Forscher des Leibniz-Instituts für Altersforschung – Fritz-Lipmann-Institut (FLI) fanden nun heraus, dass das Wilms-Tumor-Gen WT1 eine Schlüsselposition in einem komplexen Netzwerk aus Genen und Proteinen einnimmt, das für die Entwicklung und den Erhalt der Niere wichtig ist. Viele dieser neuen Faktoren könnten zur Entstehung von Erkrankungen und zum Funktionsverlust der Niere im Rahmen des Alterns beitragen. Diese Frage wird zukünftig in Zusammenarbeit mit klinischen Forschungsgruppen translational bearbeitet.  mehr...
 
16.12.2014 MPI-CE_Wie das Gehirn gute von schlechten Düften unterscheidet
Ob ein Duft für ein Lebewesen angenehm oder widerlich ist, ist nicht nur eine Frage des Geschmacks. Oftmals hängt das Überleben davon ab, denn Düfte können wichtige Hinweise auf Futterquellen oder geeignete Paarungspartner geben, sie können aber auch Signale für tödliche Gefahren sein. Wissenschaftler der BMBF-Forschungsgruppe Olfaktorische Kodierung am Max-Planck-Institut für chemische Ökologie fanden heraus, dass bei Fruchtfliegen die Qualität und Intensität von Gerüchen im sogenannten lateralen Horn abgebildet werden. Sie erstellten eine räumliche Aktivitätskarte dieses Teils des Geruchsverarbeitungssystems im Fliegenhirn und konnten zeigen, dass es im lateralen Horn drei unterschiedliche Aktivitätsbereiche gibt, die attraktiven oder abstoßenden Düften zugeordnet werden können, aber auch die Duftintensität abbilden. Die jeweiligen Zuordnungen haben unmittelbare Auswirkungen auf das Verhalten der Fliegen. Die Ergebnisse legen nahe, dass das laterale Horn eine ähnliche Funktion hat wie die Amygdala im Gehirn von Wirbeltieren, die ebenfalls eine entscheidende Rolle bei der Bewertung von Sinneseindrücken und Gefahren spielt. (eLife, Dezember 2014) mehr...
 
11.12.2014 HKI_Prof. Dr. Christian Hertweck erhält Leibniz-Preis der DFG
Die wirksamsten Mittel gegen Erkrankungen finden sich oft in der Natur. Doch diese Wirkstoffe zu finden und zu analysieren, ist eine der großen Herausforderungen der Wissenschaft. Ein erfolgreicher Wirkstoff-Fahnder ist Prof. Dr. Christian Hertweck, der seit 2006 an der Friedrich-Schiller-Universität Jena den Lehrstuhl für Naturstoffchemie innehat und zugleich die Abteilung Biomolekulare Chemie am Leibniz-Institut für Naturstoff-Forschung und Infektionsbiologie – Hans-Knöll-Institut (HKI) leitet. Für seine bahnbrechenden Erkenntnisse und seine Forschungen wird der 45-Jährige mit dem wichtigsten deutschen Forschungsförderpreis für das Jahr 2015 ausgezeichnet, wie die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) heute (10.12.) bekanntgegeben hat. Prof. Hertweck gehört zu den 8 Preisträgern, denen am 3. März 2015 der renommierte und in der Regel mit jeweils 2,5 Mio. Euro dotierte Leibniz-Preis überreicht wird. mehr...
 
11.12.2014 Tiefensee: Gute Bedingungen für Spitzenforscher in Thüringen
Leibniz-Preis 2015 an Jenaer Naturstoff-Forscher / „Wissenschaft braucht Kontinuität und Verlässlichkeit“
Thüringen ist führend bei der Erforschung neuer Wirkstoffe für die Medizin: Mit dem Leibniz-Preis geht in diesem Jahr einer der wich­tigsten deutschen Forschungsförderpreise an den Jenaer Naturstoff-Forscher Prof. Dr. Christian Hertweck. „Die Vergabe dieses Preises ist ein Paukenschlag, der in der Welt der Wissenschaft weit über die Grenzen des Forschungsstandorts Thüringen hinaus gehört wird“, sagte Wissenschaftsminister Wolfgang Tiefensee anlässlich der heute bekanntgegebenen Entscheidung der Deutschen Forschungsgemein­schaft (DFG). Er gratuliere dem Preisträger sehr herzlich zu der Auszeich­nung. mehr...
 
09.12.2014 MPI-CE_Noni-Frucht macht Fruchtfliegen fruchtbar
Im Laufe der Evolution passen sich Tiere an verschiedenste Nahrungsquellen an – auch an giftige Pflanzen oder Früchte. Die treibenden Kräfte für solche Anpassungsmechanismen sind oft unbekannt. Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für chemische Ökologie in Jena haben jetzt herausgefunden, warum die Fruchtfliege Drosophila sechellia ausschließlich die giftigen Früchte des Noni-Baumes als Nahrungsquelle nutzt und für die Eiablage aufsucht. In den weiblichen Fliegen ist ein Gen mutiert, das zu einer verminderten Produktion von Eiern führt. Den Fliegen fehlt l-DOPA, eine Vorstufe des Hormons Dopamin, das die Fruchtbarkeit steuert. Die Noni-Frucht enthält große Mengen genau dieser Substanz. Nehmen die Fliegen l-DOPA mit ihrer Nahrung auf, können sie ihr genetisches Defizit wieder ausgleichen und dadurch den Fortpflanzungserfolg deutlich verbessern. Die gleiche Genmutation ist auch dafür verantwortlich, dass die Fliegen gegen das Gift der Früchte resistent geworden sind. (eLife, Dezember 2014) mehr...
 
03.12.2014 Neuerungen beim VMT-Job-Ticket ab Januar 2015
Der Verkehrsverbund Mittelthüringen hat darauf hingewiesen, dass ab Januar 2015 neue Bedingungen für den Erwerb eines VMT-Job-Tickets gelten. Die Mindestlaufzeit beträgt ab dann z.B. nur noch 4 Monate.  mehr...
 
03.12.2014 FLI_Neuer Leibniz-ScienceCampus zur Stärkung der Alternsforschung
Das Leibniz-Institut für Altersforschung – Fritz-Lipmann-Institut (FLI) erhält von der Leibniz-Gemeinschaft die Förderzusage für die Einrichtung eines Leibniz-ScienceCampus gemeinsam mit dem Universitätsklinikum Jena (UKJ). Das Projekt „Regeneratives Altern“ soll damit zunächst für vier Jahre gefördert werden und zusätzliche Geldmittel von insgesamt 0,8 Mio. Euro erhalten. Der ScienceCampus ist einer von sechs solcher Neu-Einrichtungen in Deutschland und wird über die ProExcellenz Initiative des Landes Thüringen cofinanziert. mehr...
 
02.12.2014 MPI-CE_Vitamin-Lieferanten im Wanzendarm
Mikroorganismen sind für die Ernährung von Insekten von großer Bedeutung. Sie helfen nicht nur dabei, unverdauliche oder giftige Nahrungsbestandteile abzubauen, sie stellen den Insekten auch lebensnotwendige Nährstoffe zu Verfügung. mehr...
 
02.12.2014 Jana Wotschadlo aus Jena unter den Science4Life Gewinnern
01. Dezember 2014. Einsparung von Erdöl, effektivere Krebsmedikamente, bessere Lebensmittelkontrollen - Gründer aus den Bereichen Life Sciences und der Chemie haben innovative Lösungen für Industrie und Forschung parat. Die Qualität zeigt sich bereits in der Ideenphase des bundesweiten Businessplan-Wettbewerbs vom Land Hessen und dem Gesundheitsunternehmen Sanofi. Die besten drei Ideenträger wurden am Freitag im Industriepark Höchst bekannt gegeben. mehr...
 
02.12.2014 HKI_Am neuen WissenschaftsCampus InfectoOptics arbeiten Biologen, Chemiker und Physiker im Team
Infektionskrankheiten gelten weltweit als Todesursache Nummer eins. Allein in Deutschland sterben 60.000 Menschen jährlich daran. Hinzu kommen immer mehr Infektionen, die kaum oder gar nicht mehr geheilt werden können. Jenaer Wissenschaftler unterschiedlichster Disziplinen haben sich nun zusammengefunden, um gemeinsam verstärkt an der Erforschung von Infektionen zu arbeiten – Sie gründeten den LeibnizScience Campus InfectoOptics, der soeben von der Leibniz-Gemeinschaft als förderungswürdiges Projekt ausgewählt wurde. mehr...
 
01.12.2014 HKI_Tom Bretschneider erhält Leibniz-Nachwuchspreis
Deutsch oder Geschichte? Ein Graus. Spannend sind für Tom Bretschneider in der Schule lediglich Mathematik, Biologie, Chemie und Physik. Während er also in Geschichte das Auswendiglernen scheut, baut er in Physik selbst ein Radio. Und auch nach der Schule hält er sich an seine Stärken, studiert Biotechnologie und promoviert in Biochemie. Keine schlechte Entscheidung: Tom Bretschneider wurde nun mit dem Nachwuchspreis der Leibniz-Gemeinschaft ausgezeichnet. mehr...
 
01.12.2014 HKI_ Biotechnologentreffen Jena am 2. und 3. Dezember
In der Entwicklung neuer Medikamente, die beispielsweise im Kampf gegen schwerwiegende Infektionskrankheiten eingesetzt werden können, klafft eine Lücke zwischen Forschung und Wirtschaft: Zwar stoßen Grundlagenforscher bisweilen auf neue Wirkstoffe, doch werden diese nur selten industriell weiterentwickelt. Einen Beitrag zur Überwindung kann die Biotechnologie liefern. Zwei Tage lang besprechen sich Biotechnologen in Jena nun über ihre aktuelle Forschung und zukünftige Brückenschläge. mehr...
 
26.11.2014 FraunhoferIOF_Festakt zu 200 Jahren Fraunhofer’sche Linien
Im Jahre 1814 berichtete Joseph von Fraunhofer erstmals im Detail über die Beobachtung von dunklen Linien im Sonnenspektrum – die »Fraunhofer’schen Linien«. Diese Entdeckung und seine grundlegenden Arbeiten zur spektralen Zusammensetzung des Lichts machen ihn zu einem Vater der modernen Physik. Seine Entdeckung jährt sich dieses Jahr zum 200. Mal. Dieses Jubiläum hat die Fraunhofer-Gesellschaft am Fraunhofer-Institut für Angewandte Optik und Feinmechanik IOF in Jena mit einem Festakt gefeiert.  mehr...
 
14.11.2014 HKI_Verbrüderung im Kleinen
Treffen zwei Organismen in der Natur aufeinander, haben sie meistens nur eins im Sinn, nämlich sich selbst. Das muss aber nicht immer so sein: Der Pilz Rhizopus microsporus und das Bakterium Burkholderia rhizoxinica leben friedlich miteinander – und produzieren dabei einen Wirkstoff, der Reispflanzen krankmacht. Wie sich das Zusammenleben der beiden Organismen gestaltet, haben HKI-Wissenschaftler in einer Arbeit beschrieben, die nun in der Fachzeitschrift eLife veröffentlicht wurde. mehr...
 
14.11.2014 HKI_Jenaer Wissenschaftler entschlüsseln das Erbgut des Pilzes Lichtheimia corymbifera
Alles ist vergänglich, ob Mensch, Tier oder Pflanze. Ein fester Akteur in diesem Prozess ist der Schimmelpilz Lichtheimia corymbifera. Er baut in der Natur organisches Material ab, beispielsweise auf dem Kompost. Doch manchmal ist er „zu früh“ dran. Dann nämlich, wenn er noch lebende Personen befällt. Wissenschaftlern vom Leibniz-Institut für Naturstoff-Forschung und Infektionsbiologie – Hans-Knöll-Institut (HKI) ist es nun gelungen, das Erbgut des Krankheitserregers zu entschlüsseln. mehr...
 
13.11.2014 HKI_Europäisches Programm fördert HKI-Projekt FunComPath
Unzählige Joghurtsorten bevölkern die Kühltruhen der hiesigen Supermärkte. Darunter sind auch jene, die mehr als nur Gaumenfreuden versprechen: probiotische Joghurts. Ob Probiotika dem Körper in Form von Lebensmitteln nutzen, ist ungewiss. Der gezielte medizinische Einsatz ist hingegen vielversprechend. Ein europäisches Förderprogramm setzt sich nun für die Erforschung des Zusammenhangs zwischen Infektionskrankheiten, der normalen mikrobiellen Flora und dem möglichen Schutz durch Probiotika ein. Auch das Konsortium FunComPath, das vom HKI geleitet wird, ist unter den geförderten Projekten. mehr...
 
11.11.2014 HKI_Helfer des Immunsystems
Peter F. Zipfel wird in den Beirat der Internationalen Komplement Gesellschaft gewählt. mehr...
 
10.11.2014 HKI_Krankheiten anders denken
Warum werden wir krank? Wie funktionieren Krankheiten? Um zumindest einige Antworten auf diese uralten Fragen zu finden, gehen Peter F. Zipfel und Christine Skerka vom Leibniz-Institut für Naturstoff-Forschung und Infektionsbiologie – Hans-Knöll-Institut (HKI) den umgekehrten Weg: Sie erforschen nicht die Krankheiten selbst, sondern die Reaktionen des Körpers darauf. Für ihre Erkenntnisse zu rätselhaften Nierenerkrankungen haben sie nun den hochrenommierten Galenus-von-Pergamon-Preis erhalten. mehr...
 
06.11.2014 HKI_Neues Antibiotikum aus uraltem Pilz
Die Veröffentlichung der eigenen Arbeit in einer international renommierten Zeitschrift ist der ultimative Lohn für jahrelanges Forschen. Neun Wissenschaftler des Leibniz-Instituts für Naturstoff-Forschung und Infektionsbiologie – Hans-Knöll-Institut (HKI) erhielten nun noch eine weitere Ehrung: Sie wurden mit dem medac-Forschungspreis 2014 ausgezeichnet. mehr...
 
04.11.2014 HKI_Assoziierte Forschungsgruppe am HKI forscht am Antibiotika-Einsatz bei Krebspatienten
Erkrankt ein Patient an einer bakteriellen Infektion, wird er mit einem Antibiotikum behandelt. Doch immer häufiger kommt es vor, dass das Medikament nicht mehr wirkt, weil der Erreger den Wirkstoff kennt und sich dagegen zur Wehr setzt. Da in den kommenden Jahren kaum neue Antibiotika zu erwarten sind, ist es wichtig, die vorhandenen Mittel maximal und optimal einzusetzen. Für ihre Arbeit in diesem Bereich erhielt die Forschungsgruppe Infektionen in der Hämatologie/Onkologie (Universitätsklinikum Jena, Leibniz-Institut für Naturstoff-Forschung und Infektionsbiologie - Hans-Knöll-Institut (HKI), Center for Sepsis Control and Care) nun einen Posterpreis. mehr...
 
04.11.2014 Fraunhofer IOF_Strahlend-scharfe Bilder auf krummen Schirmen
Ein neuartiger Optikansatz vereint erstmals Helligkeit und Tiefenschärfe bei Projektionen auf beliebig geformten Bildschirmen - und ermöglicht zudem eine etwa 10.000mal schnellere Bildabfolge. Auf der Messe Vision vom 4. bis 6. November in Stuttgart stellen die Forscher ihre Technologie vor (Halle 1, Stand G42). mehr...
 
24.10.2014 Massensterben auf der Erde?
Skorpione in dürren Wüsten, Reiher in saftigen Mangrovenwäldern, Rentiere in arktischen Tundren: Facettenreicher könnte die Natur unserer Erde kaum sein. Durch das Eingreifen des Menschen werden jedoch immer mehr natürliche Ökosysteme zerstört – und damit die Biodiversität, die Vielfalt der Lebensformen, verändert.

Dass es bereits das sechste Massensterben der Erdgeschichte und damit keine ungewöhnliche Sache ist, erklärt Prof. Dr. Richard Pott vom Institut für Geobotanik der Leibniz Universität Hannover in seinem Vortrag. Seit Beginn des Lebens vor 3,5 Milliarden Jahren dürften etwa 99 Prozent aller Tier- und Pflanzenarten, die je unseren Planeten besiedelt haben, wieder verschwunden sein. Ist das „Sechste Massensterben“ also nicht zu verhindern? Und welche Folgen hat es für die Erde?

Der Vortrag findet im Rahmen des 59. Ernst-Abbe-Kolloquiums am Mittwoch, 29. Oktober 2014 im Zeiss-Planetarium Jena statt und beginnt 17 Uhr. Der Eintritt ist frei.
 
20.10.2014 Noble Gespräche - Öffentliche Vortragsreihe am 23.10.2014
Prof. Dr. Jens C. Brüning, Direktor des Max-Planck-Instituts für Stoffwechselforschung und Leiter des Zentrums für Endokrinologie, Diabetes und Präventivmedizin der Universitätsklinik Köln, hält am 23. Oktober 2014 um 17 Uhr im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Noble Gespräche" des
Beutenberg-Campus Jena e.V. einen Vortrag über den Einfluss unseres Gehirns auf den Energie- und Stoffwechselhaushalt unseres Körpers und die Rolle, die das Hormon Insulin dabei spielt. Der renommierte Mediziner, der am Kölner Exzellenzcluster altersbedingte Erkrankungen, wie zum Beispiel Typ-2-Diabetes, erforscht, ist Gast des Leibniz-Instituts für Altersforschung – Fritz-Lipmann-Institut. mehr...
 
16.10.2014 MPI-CE_Vernissage: ABSTRAKT ! DENKEN mit Werken von Jean Paul Thierevère
Am Dienstag, den 21.10.2014 wird die Ausstellung des Malers & Keramikers Jean Paul Thierevère "ABSTRAKT ! DENKEN" am Max-Planck-Institut für chemische Ökologie in Jena eröffnet. Es ist die dritte Kunstausstellung im Institut, welche die vor zwei Jahren begonnene Tradition regelmäßiger Kunstausstellungen erfolgreich fortsetzen will. mehr...
 
10.10.2014 HKI_Wertvoller Fund im Schlamm: neue Antibiotika entdeckt
Petrischalen präpariert und GPS-Gerät eingepackt? Proviant nicht vergessen! Schon kann der mikrobiologische Wandertag starten. Markus Nett führte seine Forschungsgruppe dieses Mal in das nahegelegene Saaletal. Auf der Suche nach räuberischen Bakterien durchkämmte die Gruppe das Ufer. Was sie fanden war ein Stamm, der neue, vielversprechende Antibiotika produziert, die möglicherweise zur Behandlung von Krankenhausinfektionen eingesetzt werden können. Ihre Entdeckung wurde nun in der renommierten Fachzeitschrift Chemistry – A European Journal veröffentlicht. mehr...
 
09.10.2014 HKI_Axel Brakhage und Bernhard Hube erhalten bedeutenden Mikrobiologie-Preis
Die rasche Verbreitung von Ebola oder die Ausbrüche von Infektionen auf Frühgeburtenstationen zeigen: Die Gefahr, die von Infektionskrankheiten ausgeht, ist enorm. Diejenigen, die sich dem Kampf gegen Infektionen im besonderen Maße verschreiben, zeichnet die Deutsche Gesellschaft für Hygiene und Mikrobiologie (DGHM) aus. In diesem Jahr geht der Hauptpreis der DGHM gleich an zwei Wissenschaftler des Leibniz-Instituts für Naturstoff-Forschung und Infektionsbiologie – Hans-Knöll-Institut: Axel Brakhage und Bernhard Hube. mehr...
 
01.10.2014 FLI_Nobelpreisträgerin Elizabeth Blackburn sprach im Abbe-Zentrum Beutenberg
Die Nobelpreisträgerin Prof. Dr. Elizabeth Blackburn, weltweit führende Expertin auf dem Gebiet der Telomere-Forschung, besuchte im Rahmen ihrer Deutschlandreise anlässlich des Kongresses „Stress und Alter – Chancen und Risiken“ in Halle das Leibniz-Institut für Altersforschung – Fritz-Lipmann-Institut (FLI) in Jena. Prof. Blackburn entschlüsselte die molekulare Struktur der Telomere und des Reparaturenzyms Telomerase, das die Länge der Telomere, die Schutzkappen der Chromosomen, reguliert. Ihre bahnbrechenden Erkenntnisse auf diesem Gebiet haben auch Projekte am FLI beeinflusst, die sich mit dem Einfluss der Telomere auf den Alternsprozess beschäftigen.  mehr...
 
29.09.2014 Abbe-Center of Photonics_Ein neuer Forschungsbau am Beutenberg feierte Richtfest
Forschung und Lehre, die Gewinnung und Ausbildung guter Fachkräfte und kreative Ideen als Grundlage für zukünftige Produkte - das sind in Zeiten des demografischen Wandels die zentralen Fragen für die Zukunft Thüringens. Mit unseren Investitionen in den 'Hochschulcampus Thüringen' wollen wir die klügsten Köpfe für den Freistaat gewinnen. Deshalb hat der Ausbau der Hochschul- und Forschungslandschaft eine hohe Priorität für die Landesregierung. Moderne Lehr- und Forschungsgebäude bieten Wissenschaftlern und Studenten die Chance, sich ganz auf die Forschung und ihre Studien zu konzentrieren. mehr...
 
26.09.2014 MPI-BGC_Kohlenstoff, verweile doch!
Pflanzen spielen im globalen Klimasystem eine entscheidende Rolle – denn sie saugen das Treibhausgas Kohlendioxid aus der Luft und wandeln es in Kohlenhydrate um. So kann der Kohlenstoff viele Jahre oder sogar Jahrzehnte im Ökosystem gespeichert bleiben, bevor er wieder in CO2 umgewandelt wird und erneut in die Atmosphäre gelangt. Die durchschnittliche Verweildauer des Kohlenstoffs liegt weltweit bei 23 Jahren, berichtet jetzt ein internationales Forscherteam unter Leitung von Nuno Carvalhais und Markus Reichstein vom Max-Planck-Institut für Biogeochemie in Jena in der Zeitschrift Nature. In den Tropen dauert es nur 15 Jahre, bis ein C-Atom wieder freigesetzt wird, in hohen Breiten dagegen 255 Jahre. Eine überraschende Erkenntnis: Der Niederschlag spielt für die Verweildauer eine mindestens ebenso große Rolle wie die Temperatur. Die Forscher stellten zudem fest, dass in Landökosystemen insgesamt mehr Kohlenstoff gebunden ist als bislang gedacht – vor allem im Boden. mehr...
 
25.09.2014 MPI-CE_Zuckerwettstreit im Maisfeld
Pflanzen und Insekten speichern Zuckerverbindungen als Energievorräte. Zucker können jedoch auch Teil eines tödlichen Wettkampfs zwischen der Pflanze und ihrem Schädling werden, wie Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für chemische Ökologie in Jena jetzt herausgefunden haben. Viele Getreidearten und Gräser binden Zucker an ihre Abwehrstoffe, sogenannte Benzoxazinoide, und schützen sich so davor, von ihren eigenen Pflanzenschutzmitteln vergiftet zu werden.  mehr...
 
23.09.2014 HKI_Ilse Jacobsen wurde jetzt zur Professorin für Mikrobielle Immunologie an der Friedrich-Schiller-Universität Jena ernannt.
Astronautin, Ballerina oder Rennfahrerin? Für Ilse Jacobsen war schon früh klar, dass sie Löwen in Afrika erforschen möchte. „Mein großes Vorbild war Bernhard Grzimek. Und was gar nicht so viele wissen: Er war Tierarzt.“ Nach Praktika, Studium und Doktorarbeit in der Tiermedizin kommt es dann doch anders: Ilse Jacobsen wurde jetzt zur Professorin für Mikrobielle Immunologie an der Friedrich-Schiller-Universität Jena ernannt. mehr...
 
19.09.2014 FSU-IAP_Jugend forscht Teilnehmer absolviert Forschungspraktikum auf dem Beutenberg
Der Nachwuchswissenschaftler Luca Sauerwein hat in diesem Jahr mit seinem Projekt „Durchsichtige Solarzelle“ beim Landeswettbewerb Jugend forscht Bayern teilgenommen. Für seine Projektidee wurde er mit einem Sonderpreis der Stiftung für Technologie, Innovation und Forschung Thüringen (STIFT) ausgezeichnet.  mehr...
 
18.09.2014 FLI_Zucker verlängert das Leben gealterter Mäuse
Glukose, Kernbestandteil des Zuckers in Nahrungsmitteln, trägt zur Energieversorgung aller Zellen und Gewebe im Körper bei. Einer zuckerreichen Ernährung wurde bisher aufgrund der Entstehung von Krankheiten, wie Diabetes, Fettleibigkeit, Herzversagen und Krebs, eine gesundheitsschädliche Wirkung zugeschrieben. Eine neue Studie des Leibniz-Instituts für Altersforschung – Fritz-Lipmann-Institut (FLI) in Jena zeigt nun erstmals, dass gealterte Mäuse mit verkürzten Telomeren einen erhöhten Bedarf an Glukose aufweisen. Eine glukosereiche Ernährung dieser Mäuse bewirkt eine Verbesserung des Zell- und Gewebeerhalts und trägt so zur Verlängerung der Gesundheitsspanne sowie des Gesamtüberlebens bei. mehr...
 
17.09.2014 MPI-BGC_Der Geheimcode der Ökosysteme
Der Klimawandel wird die Welt vermutlich sehr verändern – auch die Pflanzenwelt. Nur wie? Das können derzeit weder Klimaforscher noch Biologen einigermaßen gut abschätzen. Mit zwei aktuellen Arbeiten tragen Forscher des Max-Planck-Instituts für Biogeochemie in Jena und der Universität Leipzig dazu bei, das zu ändern. Dabei rücken sie erstmals konkrete Merkmale von Pflanzen in den Blickpunkt: etwa die Masse der einzelnen Samen, die Dichte des Holzes oder die Höhe, die ein Gewächs erreicht. Bisher konzentrierten sich Biologen und Biogeografen auf die klimaabhängige Verbreitung von Arten und Pflanzentypen einerseits und die Funktionen von Ökosystemen andererseits. Wie genau die Vegetation etwa durch Anpassungen auf Klimaveränderungen reagiert, blieb bisher ungeklärt. Der Blick auf die Eigenschaften von Pflanzen soll nun helfen diese Frage zu beantworten. So definierte eines der beiden Autoren-Teams abhängig von konkreten Merkmalen klimatische Grenzen, innerhalb derer sich nordamerikanische Bäume verbreiten können.  mehr...
 
03.09.2014 MPI-CE_Forscher identifizieren ein Pheromon im Urin männlicher Weißkehl-Buntbarsche, das Weibchen zur Eiablage anregt
Der Austausch von chemischen Signalen zwischen Organismen gilt als älteste Form der Kommunikation. Zu den chemischen Botenstoffen gehören auch die Pheromone, die dem Informationsaustausch innerhalb einer Art dienen, beispielsweise als Sexuallockstoffe zwischen den Geschlechtern. Fische nutzen Pheromone zur Steuerung ihres Sozialverhaltens und zur Koordinierung der Fortpflanzungsbereitschaft von Männchen und Weibchen. Wissenschaftler des Meereswissenschaftlichen Zentrums an der Universität der Algarve in Faro, Portugal, und des Max-Planck-Instituts für chemische Ökologie in Jena haben jetzt einen Signalstoff im Urin von Weißkehl-Buntbarschmännchen (Oreochromis mossambicus) identifiziert, der bei geschlechtsreifen Weibchen die Hormonproduktion ankurbelt und die Eireifung beschleunigt. Der Weißkehl-Buntbarsch ist somit einer der ersten Fische, in denen die chemische Struktur der Pheromone sowie deren biologische Wirkungsweise entschlüsselt werden konnte. (Current Biology, 21. August 2014, doi: 10.1016/j.cub.2014.07.049) mehr...
 
19.08.2014 Fraunhofer IOF_Minister Matschie und Staatssekretär Staschewski übergeben Förderbescheid – Projekt zur schnellen 3D-Erfassung miniaturisierter Objekte startet
Am 18. August 2014 besuchten Christoph Matschie, Thüringens Minister für Bildung, Wissenschaft und Kultur, und Jochen Staschewski, Staatssekretär im Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Technologie und Arbeit, das Fraunhofer-Institut für Angewandte Optik und Feinmechanik IOF, um für das Projekt »Miniaturisierte 3D-Messtechnologien für das automatisierte Handling und Qualitätssicherung an Mikrobauteilen, kurz MIDAQ« einen Förderbescheid des Landes in Höhe von rund 1,7 Mio. Euro zu übergeben. mehr...
 
17.08.2014 FLI_Gehirnentwicklung – Auf das richtige Timing kommt es an
Bei der Gehirnentwicklung sind Stammzellen, die für die Generierung einer enormen Anzahl und Vielfalt von Zellen verantwortlich sind, auf molekulare Signale angewiesen. Der Liste von Signalen, die dabei die zeitliche Koordinierung neuronaler Stammzellen sicherstellt, konnten Forscher des Leibniz-Instituts für Altersforschung (FLI) in Jena nun einen neuen, unerwarteten Mechanismus hinzufügen. Dieser Prozess schafft die Grundlage für neue Ansätze zur Stimulierung der Selbsterneuerung und Regenerationsfähigkeit adulter Hirnstammzellen, um Neurodegeneration und andere Hirnverletzungen behandeln zu können. (Cell Stem Cell. 2014, dx.doi.org/10.1016/j.stem.2014.04.001) mehr...
 
16.08.2014 Fraunhofer IOF_Das perfekte Rendezvous: Raumtransporter ATV-5 mit Jenaer Zukunftstechnologie
Um 15:30 Uhr dockte am 12. August 2014 dank der Sensoren des Thüringer Raumfahrtunternehmens Jena-Optronik erfolgreich und millimetergenau der Europäische Raumtransporter ATV-5 mit dem Namen „George Lemaître“ an die Internationale Raumstation ISS an. mehr...
 
15.08.2014 FLI_Telomerase – Ein Enzym mit zwei Gesichtern
Forscher des Leibniz-Instituts für Altersforschung – Fritz-Lipmann-Institut e.V. (FLI) in Jena haben in Kooperation mit der Universität Ulm eine neue Funktion der Telomerase, einem Enzym, das für die Unsterblichkeit von Zellen notwendig ist, aufgedeckt. Das Brisante dabei: die Aktivität des Enzyms wird auch von Tumorzellen für ihr unkontrolliertes Wachstum benötigt. Diese Erkenntnis könnte dabei helfen, Unterschiede zwischen dem unkontrollierten Zellwachstum im Tumorgewebe und dem kontrollierten Zellwachstum im normalen Gewebe abzuleiten. Die Forschungsergebnisse wurden in der Fachzeitschrift Nature communications veröffentlicht (Nat. Commun. 2014, doi: 10.1038/ncomms5599). mehr...
 
24.06.2014 FLI_Leibniz-Gemeinschaft stärkt interdisziplinäre Alternsforschung
Beeinflusst ein gesunder Lebensstil im Alter auch unsere kognitive Leistungsfähigkeit? Wie wirkt sich eine ausgewogene Ernährung auf die Gesundheitskosten bei Senioren aus? Ist der Alternsprozess genetisch bedingt oder überwiegen Einflüsse von außen? Dies sind nur einige der Fragen, denen sich der interdisziplinäre Leibniz-Forschungsverbund Healthy Ageing in den nächsten Jahren stellen wird. Alle 20 Gründungsmitglieder haben inzwischen den Kooperationsvertrag unterschrieben. Gleichzeitig erhält der Verbund unter der Webadresse www.leibniz-healthy-ageing.de ein eigenes Schaufenster für die Öffentlichkeit. mehr...
 
11.06.2014 Willkommen in Jena?! - Zur Situation ausländischer Wissenschaftler
Der Beutenberg-Campus Jena e.V. und die Stadt Jena laden am Mittwoch, den 11. Juni 2014 von 9:00 bis 12:00 Uhr in den Hörsaal des Abbe-Zentrums Beutenberg, Hans-Knöll-Str. 1, 07745 Jena zu einem Informations- und Erfahrungsaustausch ein, bei dem auch Zeit für einen offenen Dialog vorgesehen ist. Anmeldung erwünscht! mehr...
 
06.06.2014 MPI-CE_Ameisenforscherin Cornelia Bühlmann erhält die Otto-Hahn-Medaille
Wüstenameisen der Gattung Cataglyphis scheinen es bei ihrer Nahrungssuche in den heißen Salzpfannen der tunesischen Wüste schwer zu haben: Auf den riesigen, öden Flächen gibt es keine sichtbaren Orientierungshilfen, die Wege zu Nahrungsquellen und zurück zur Nestöffnung sind sehr weit. Warum sich die kleinen Tierchen dennoch mühelos orientieren können, erforschen Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für chemische Ökologie in Jena. mehr...
 
05.06.2014 MPI-CE_Bill S. Hansson neuer Vizepräsident der Max-Planck-Gesellschaft
Der geschäftsführende Direktor des Max-Planck-Instituts für chemische Ökologie in Jena, Bill Hansson, wurde bei der Jahreshauptversammlung der Max-Planck-Gesellschaft am 5. Juni in München zum neuen Vizepräsidenten gewählt. Erstmals ist damit ein Nicht-Deutscher in diesem Amt. Während seiner sechsjährigen Amtszeit wird er für die 27 Institute der Biologisch-Medizinischen Sektion zuständig sein, darunter das neue Max-Planck-Florida-Institut für Neurowissenschaften in den USA. Eine seiner Hauptaufgaben ist die Organisation der wissenschaftlichen Qualitätssicherung. „In meiner Zeit als geschäftsführender Direktor lag mir sehr daran, ein integratives und kommunikatives Umfeld für alle Mitarbeiter im Institut zu schaffen. Dies jetzt auf der nächsthöheren Ebene fortzusetzen, ist für mich eine Herausforderung“, fasst er die Ziele für sein neues Amt zusammen.  mehr...
 
02.06.2014 Zufahrt zum Beutenberg durch Vollperrung der Herrmann-Löns-Str. erschwert!
Die Zufahrt zum Beutenberg Campus wird ab dem 02. Juni durch eine Vollsprerrung der Herrmann-Löns-Str. im Bereich der Kreuzung Mühlenstraße /Lauensteinweg erschwert. Die Vollsperrung in Richtung Beutenberg-Campus wird bis November bestehen. Die Jenaer Stadtwerke und der Zweckverband JenaWasser erneuern dort die gesamte Mischwasserkanalisation sowie die Mittelspannungs- und Niederspannungskabel. Die Sperrung wird voraussichtlich bis November dauern.
 
02.06.2014 HKI_Nachwuchswissenschaftlerin Qian Chen wird vom chinesischen Bildungsministerium geehrt
„Ich suche die Herausforderung.“ Mit ihrer Tätigkeit am Leibniz-Institut für Naturstoff-Forschung und Infektionsbiologie – Hans-Knöll-Institut (HKI) hat die Biologin Qian Chen genau das gefunden: Aus fast völliger Ahnungslosigkeit arbeitete sie sich in die Funktionsweisen einer Nierenkrankheit ein. Dafür wird ihr nicht nur in Wissenschaftskreisen Respekt gezollt – Vom Bildungsministerium ihres Heimatlandes erhielt sie nun den „Preis der chinesischen Regierung für herausragende Studenten im Ausland“. mehr...
 
16.05.2014 FLI_Forscher von morgen – Vorschulkinder am Leibniz-Institut für Altersforschung
Kinder erschließen die Welt mit allen Sinnen: beobachten ihre Umwelt, probieren vieles selbst aus und sammeln dabei erste naturwissenschaftliche Erfahrungen. Ihr Wissensdrang scheint schier unermüdlich. Um diesen Forscherdrang frühzeitig zu fördern, veranstaltete das Leibniz-Institut für Altersforschung bereits zum 5. Mal einen bunten Vormittag für Vorschulkinder. 14 Kinder der Bilingualen Integrativen Kindertagesstätte BILLY in Jena waren am Institut zu Gast und konnten viel Interessantes über das Leben & Altern erfahren und auch selbst experimentieren. Neben dem Sortieren winziger Fischeier und dem Bestaunen zappelnder Zebrafischlarven unter dem Mikroskop wurden bunte Wässerchen gemixt.  mehr...
 
12.05.2014 IPHT auf der Optatec 2014
Vom 20. bis 22. Mai zeigt das Leibniz-Institut für Photonische Technologien
(IPHT) auf der Optatec in Frankfurt, Halle 3, Stand J58, zwei Exponate zur
hochpräzisen Absorptions- bzw. Verlustmessung in optischen Materialien und
Vergütungsschichten. mehr...
 
09.05.2014 MPI-CE_Käfer, die nach Senf schmecken
Fast alle pflanzenfressenden Insekten haben sich auf bestimmte Wirtspflanzen spezialisiert und an deren chemische Abwehrstoffe angepasst. Kohlerdflöhe gehören zu den Flohkäfern und sind sind bedeutende Schädlinge an Kohlgemüse, aber auch anderen Kreuzblütengewächsen wie Senf, Meerrettich oder Raps. Diese Pflanzen nutzen gegen Fraßfeinde ein ausgeklügeltes Abwehrsystem, das als Senföl-Bombe bekannt ist: Wird pflanzliches Gewebe verletzt, kommen Senfölglycoside und ein Enzym, welches als Myrosinase bezeichnet wird, miteinander in Kontakt und es entstehen giftige, die meisten Insekten abschreckende Abbauprodukte. Dieser Verteidigungsmechanismus ist bei Kohlerdflöhen jedoch wirkungslos, wie Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für chemische Ökologie in Jena nachweisen konnten. Kohlerdflöhe können die Senfölglycoside der Pflanze im Körper einlagern, ohne dass das pflanzliche Enzym die Senföl-Bombe aktivieren kann. Vielmehr besitzt das Insekt sogar eine eigene Myrosinase und kann somit diese Abwehrstoffe für eigene Zwecke nutzen. Die Senföl-Bombe der Käfer schreckt wahrscheinlich ihre eigenen Feinde ab. (Proceedings of the National Academy of Sciences of the USA, Mai 2014, doi: 10.1073/pnas.1321781111) mehr...
 
09.05.2014 Fraunhofer IOF_Prof. Dr. Norbert Kaiser vom Fraunhofer IOF erhält SVC Mentor Award
Prof. Dr. Norbert Kaiser ist bekannt dafür, mit interessanten Vorlesungen und Vorträgen seine Zuhörer, egal ob jung oder alt, begeistern zu können. Er schafft es mit Themen wie "Die Rolle der Kerze in den optischen Technologien" oder "Himmelsfenster" anschaulich darzustellen, wie stark optische Effekte und Materialien wie z. B. Plasmen und Gläser unser Leben beeinflussen. Dabei gelingt es Norbert Kaiser, wichtige Grundlagen der Optik allgemein und die seines Spezialgebietes »Optische Schichten« spannend und eingängig zu vermitteln und trägt damit in hohem Maße zur Nachwuchsgewinnung und -ausbildung in diesen Bereichen bei. Darüber hinaus sind ihm durch seine wissenschaftliche Arbeit große Beiträge zum Verständnis optisch funktionaler Oberflächen und Schichten zu verdanken.  mehr...
 
09.05.2014 FLI_Gesund alt werden und laufen für einen guten Zweck
Das Leibniz-Institut für Altersforschung – Fritz-Lipmann-Institut (FLI) in Jena tritt in diesem Jahr mit 5 Teams zum „9. Jenaer Teamlauf“ an. Das internationale FLI-Team, bestehend aus 15 Läufern aus 10 Ländern, erforscht beruflich die Mechanismen des Altersprozesses, um Wege für ein gesundes Altern aufzuzeigen. Getreu dem Teamlauf-Motto „Spaß am Laufen, Freude am Helfen“ tun sie mit ihrer Teilnahme nicht nur etwas für ihre Gesundheit, sondern zeigen auch soziales Engagement, denn der Erlös der Veranstaltung kommt einem sozialen Projekt zu Gute.  mehr...