Campus

Wissenschaft, Erfindungen und Marktideen


Beutenberg Campus 2013

Im Dezember 1998 wurde der Beutenberg-Campus Jena e.V. als Plattform zur Weiterentwicklung innovativer Strategien und zur Stärkung der Zusammenarbeit und Vertretung der Forschungsinstitute und Gründerzentren ins Leben gerufen. Auf dem Campus befinden sich neun Institute, u.a. der Leibniz-Gemeinschaft sowie der Max-Planck- und Fraunhofer-Gesellschaft, in denen mit den modernsten Methoden geforscht und entwickelt wird. Der Technologie- und Innovationspark Jena und das BioInstrumentezentrum beherbergen mehr als 50 Firmen, die vorwiegend biotechnologisch ausgerichtet am Markt sind. Insgesamt sind auf dem Campus knapp 3000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt.

Im November 2005 wurde der Verein mit dem Prädikat Ort der Ideen durch Bundespräsident Horst Köhler ausgezeichnet.
 
 

Austausch und Synergie


Preisträger 2010Wissenschaft und Kunst sind auf dem Campus durch verschiedene gemeinsame Aktivitäten sichtbar. Jährlich vergibt der Verein den Wissenschaftspreis "Lebenswissenschaften und Physik", dotiert mit 1000,- Euro, an frisch gekürte Doktoren oder junge Nachwuchswissenschaftler(in)en.
 
 

Noble Gespräche


NüssleinVolhardDer Verein verfolgt das wichtige Ziel, der Öffentlichkeit ein umfassendes und allgemein verständliches Bild der Forschungsaktivitäten nicht nur aus seinen Instituten näher zu bringen. Seit seiner Gründung widmet man sich neben Ausstellungen im In- und Ausland der Vorstellung herausragender Wissenschaft im Rahmen der zweimal jährlich stattfindenden Öffentlichen Vorträge auf dem Beutenberg, mittlerweile auch als "Noble Gespräche" bezeichnet. Die Nobelpreisträgerin Christiane Nüsslein-Volhard vom Max-Planck-Institut für Entwicklungsbiologie, Tübingen, eröffnete die Reihe im April 2005 mit einem Vortrag über die Embryogenese bei Wirbeltieren - vor über 200 Zuhörern!

Als weitere Sprecher folgten: Anton Zeilinger (Universität Wien - Quantenverschränkung), Alfred Pühler (Universität Bielefeld - Genetik und Grüne Gentechnik), Ferenc Krausz (MPI München - Quantenoptik), James W. Vaupel (MPI Rostock-Demographische Forschung), Hartmut Graßl (MPI-Hamburg - Klimaforschung), Hans Kretzschmar (LMU München - Prionkrankheiten), Nobelpreisträger Stefan Hell (MPI Göttingen - Lichtmikroskopie auf der Nanoskala), Ernst Th. Rietschel (Präsident der Leibniz-Gemeinschaft - Immunbiologie), Philip Russell (MPI für die Physik des Lichts - Photonische Kristallfasern), Wolfgang Haber (Wissenschaftszentrum Weihenstephan, TU München Freising - Naturschutz, siehe Foto), Magnus von Knebel Doeberitz (Universitätsklinikum Heidelberg - Krebsvirenforschung), Christian Haass (Deutsches Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen München & Adolf-Butenandt-Institut der LMU München), Nobelpreisträger Erwin Neher (Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie, Göttingen - Signaltransduktion), Cornelia Denz (Westfälische Wilhelms-Universität Münster - Biophotonik), Nobelpreisträger Günter Blobel (Rockefeller University, New York - Zellevolution), Helmut Dosch (Direktor des Deutschen Elektronensynchrotorons Hamburg - Odyssee im Nanokosmos), Klimaforscher Thomas Stocker (Universität Bern - Klimabericht des UN-Weltklimarats) und Thomas J. Jentsch (Leibniz-Institut für Molekulare Pharmakologie (FMP) Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC), Berlin - Ionenkanalforschung), Jens C. Brüning, Direktor des Max-Planck-Instituts für Stoffwechselforschung und Direktor des Zentrums für Endokrinologie, Diabetes und Präventivmedizin der Uniklinik Köln sowie Nobelpreisträger Prof. Dr. Hartmut Michel, Direktor am Max-Planck-Institut für Biophysik in Frankfurt am Main (Biokraftstoffe), Nobelpreisträger Eric Betzig, PhD, Howard Hughes Medical Institute, USA (Fluoreszenzmikroskopie) und Prof. Dr. Dr. h.c. Stefan H. E. Kaufmann, Direktor am Max-Planck-Institut für Infektionsbiologie, Berlin (Infektionsbiologie).
 
 

Campus Workshops


WorkshopUm den Austausch und die konstruktive Zusammenarbeit besonders zwischen den jungen Forscherinnen und Forschern auf dem Campus zu erhöhen, fand im Dezember 2006 der erste Campus-Workshop zum Transfer von Methoden und Konzepten statt. In Zusammenarbeit mit der neu gegründeten „Jena School for Microbial Communication“ (JSMC) stellte jedes Institut Methoden vor und präsentierte eine mögliche Anwendung, zum Beispiel im biomedizinischen Bereich.

Die beiden Geschäftsführer der Gründerzentren, Randolf Margull und Klaus Ullrich, stellten als zusätzliches Angebot ihre Potenziale für mögliche Kooperation und Ausgründungen von Firmen dar.

 
 

open campus


Open campus_MPI-CE-228Die am Jenaer Beutenberg Campus lokalisierten Institutionen verfügen über ein breites Spektrum an experimentellen Möglichkeiten, die für die Forschung im Bereich der Lebenswissenschaften und Physik Anwendung finden können. Um interdisziplinäre wissenschaftliche Projekte zu fördern, ist es notwendig, dass sich die Wissenschaftler über die anwendbaren Methoden und Konzepte kontinuierlich austauschen. Dazu stellen sich jeweils zwei Institute regelmäßig abwechselnd einmal jährlich in der Veranstaltungsreihe „open campus“ den Mitarbeitern aller Einrichtungen vor, die am Beutenberg ansässig sind. Der erste open campus day fand im Frühjahr 2013 in den beiden Max-Planck-Instituten statt, 2014 präsentierten sich das Zentrum für Molekulare Biomedizin und das Leibniz-Institut für Altersforschung (FLI)und 2015 folgte das Zentrum für Innovationskompetenz SEPTOMICS gemeinsam mit dem Leibniz-Institut für Naturstoff-Forschung und Infektionsbiologie (HKI).
 
 

Weiterbildung


Poster_Weiterbildung… ist eine Initiative des Beutenberg-Campus Jena e.V., die die berufliche und persönliche Entwicklung der Beschäftigten am Beutenberg Campus im Blick hat. Den Mitarbeitern werden ortsnah und damit familienfreundlich bedarfsorientierte Fortbildungen zur persönlichen Weiterqualifizierung angeboten.

Alle Mitarbeiter haben die Möglichkeit ihrem Bedarf entsprechend Fortbildungsthemen vorzuschlagen und so Einfluss auf die Programmgestaltung zu nehmen.

Das Kursangebot richtet sich an Verwaltungsangestellte, an das technische Personal und an alle wissenschaftlichen Mitarbeiter des Beutenbergs. Auch externe Teilnehmer sind jederzeit herzlich willkommen. Inhouse-Veranstaltungen, offene Seminare und Workshops sowie persönliche Beratung und Coaching gehören zu unserem Portfolio. So wird beispielsweise regelmäßig über Neuentwicklungen im Verwaltungs- oder Reisekostenrecht informiert, es werden Sprach- und Computerkurse angeboten und zertifizierte Fortbildungsveranstaltungen zum Thema „Sicherheit in der Gentechnik“ durchgeführt.

Die Mitarbeiter am Beutenberg kommen aus mehr als 45 verschiedenen Ländern. Die meisten Veranstaltungen werden daher nicht nur auf Deutsch, sondern auch auf Englisch oder aber bilingual angeboten. Darüber hinaus werden regelmäßig Deutsch- und Englischsprachkurse veranstaltet, um Neuankömmlingen den Einstieg in Jena zu erleichtern.
 
 

Kultur


Campus Chamber Choir BeutenbergNeben weiteren, natürlich auch festlich-kulinarischen Aktivitäten, treffen sich Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Campus mit Freunden und weiteren Kollegen zu Proben des Campus Chamber Choirs, der seine Arbeit und den Aufbau seines Repertoires im Jahr 2006 unter der Leitung von David Afkham aufgenommen hat. Der Chor widmet sich Werken aus der klassischen und romantischen Chorliteratur sowie auch modernen Kompositionen. Auftritte erfolgen zumeist im Rahmen von Veranstaltungen auf dem Beutenberg Campus. Jeder, der mitmachen möchte, ist stets und herzlichst willkommen. Kontakt, auch für CCC-Engagements: Jan Kellmann, MPI für chemische Ökologie.