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27.08.2010, MPI-CE Tödliches Eigentor: Grüner Duft wird Tabakschwärmer- Raupen zum Verhängnis
 
Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für chemische Ökologie in Jena haben in Freilandstudien herausgefunden, dass Tabakschwärmerraupen über ihre Verdauungssekrete in Tabakblätter eine besondere Substanz abgeben, die einen dort vorhandenen Blattduftstoff (green leaf volatile) schlagartig in ein duftendes Locksignal umwandelt.

Mit diesem als (E)-2-Hexenal bezeichnetem Signal locken die Raupen
ungewollt ihre eigenen Feinde an: insektenfressende Raubwanzen. Diese attackieren zielgenau nicht nur die frisch geschlüpften Raupenbabys, sondern vertilgen gleichzeitig die vom Muttertier abgelegten Eier.
Die Forschungsergebnisse werden an diesem Freitag in der Zeitschrift SCIENCE veröffentlicht.

 
» Download: MPI-CE_PM-Allmann (pdf, 179 kByte)