Wissenschaft, Erfindungen und Marktideen
Im Dezember 1998 wurde der Beutenberg-Campus Jena e.V. als Plattform zur Weiterentwicklung innovativer Strategien und zur Stärkung der Zusammenarbeit und Vertretung der Forschungsinstitute und Gründerzentren ins Leben gerufen. Auf dem Campus befinden sich neun Institute, u.a. der Leibniz-Gemeinschaft sowie der Max-Planck- und Fraunhofer-Gesellschaft, in denen mit den modernsten Methoden geforscht und entwickelt wird. Der Technologie- und Innovationspark Jena und das BioInstrumentezentrum beherbergen mehr als 50 Firmen, die vorwiegend biotechnologisch ausgerichtet am Markt sind. Insgesamt sind auf dem Campus mehr als 2300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt.Im November 2005 wurde der Verein mit dem Prädikat Ort der Ideen durch Bundespräsident Horst Köhler ausgezeichnet.
Austausch und Synergie
Wissenschaft und Kunst sind auf dem Campus durch verschiedene gemeinsame Aktivitäten sichtbar. Jährlich vergibt der Verein den Wissenschaftspreis "Lebenswissenschaften und Physik", dotiert mit 1000,- Euro, an frisch gekürte Doktoren oder junge Nachwuchswissenschaftler(in)en.Noble Gespräche
Der Verein verfolgt das wichtige Ziel, der Öffentlichkeit ein umfassendes und allgemein verständliches Bild der Forschungsaktivitäten nicht nur aus seinen Instituten näher zu bringen. Seit seiner Gründung widmet man sich neben Ausstellungen im In- und Ausland der Vorstellung herausragender Wissenschaft im Rahmen der zweimal jährlich stattfindenden Öffentlichen Vorträge auf dem Beutenberg, mittlerweile auch als "Noble Gespräche" bezeichnet. Die Nobelpreisträgerin Christiane Nüsslein-Volhard vom Max-Planck-Institut für Entwicklungsbiologie, Tübingen, eröffnete die Reihe im April 2005 mit einem Vortrag über die Embryogenese bei Wirbeltieren - vor über 200 Zuhörer(in)en!
Als weitere Sprecher folgten: Anton Zeilinger (Universität Wien - Quantenverschränkung), Alfred Pühler (Universität Bielefeld - Genetik und Grüne Gentechnik), Ferenc Krausz (MPI München - Quantenoptik), James W. Vaupel (MPI Rostock-Demographische Forschung), Hartmut Graßl (MPI-Hamburg - Klimaforschung), Hans Kretzschmar (LMU München - Prionkrankheiten), Stefan Hell (MPI Göttingen - Lichtmikroskopie auf der Nanoskala), Ernst Th. Rietschel (Präsident der Leibniz-Gemeinschaft - Immunbiologie), Philip Russell (MPI für die Physik des Lichts - Photonische Kristallfasern), Wolfgang Haber (Wissenschaftszentrum Weihenstephan, TU München Freising - Naturschutz, siehe Foto), Magnus von Knebel Doeberitz (Universitätsklinikum Heidelberg - Krebsvirenforschung), Christian Haass (Deutsches Zentrum für Meurodegenerative Erkrankungen München & Adolf-Butenandt-Institut der LMU München), Nobelpreisträger Erwin Neher (Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie, Göttingen - Signaltransduktion) und Prof. Dr. Cornelia Denz (Westfälische Wilhelms-Universität Münster - Biophotonik).
Campus Workshops
Um den Austausch und die konstruktive Zusammenarbeit besonders zwischen den jungen Forscherinnen und Forschern auf dem Campus zu erhöhen, fand im Dezember 2006 der erste Campus-Workshop zum Transfer von Methoden und Konzepten statt. In Zusammenarbeit mit der neu gegründeten „Jena School for Microbial Communication“ (JSMC) stellte jedes Institut Methoden vor und präsentierte eine mögliche Anwendung, zum Beispiel im biomedizinischen Bereich.
Die beiden Geschäftsführer der Gründerzentren, Randolf Margull und Klaus Ullrich, stellten als zusätzliches Angebot ihre Potenziale für mögliche Kooperation und Ausgründungen von Firmen dar.
Weiterbildung
Am Beutenberg Campus wird ein campusinternes Weiterbildungssystem mit differenzierten Angeboten an offenen Seminaren und Workshops sowie Inhouse-Coaching und Beratungsdienstleistungen etabliert. Es wendet sich an alle Beschäftigte der am Beutenberg angesiedelten wissenschaftlichen Institute und Unternehmen, unter besonderer Berücksichtigung technischer Angestellter und Verwaltungsmitarbeiter.
Wieso, weshalb, warum?
„weiter bilden am Beutenberg“ ist eine Initiative, die die berufliche und persönliche Entwicklung der Beschäftigten am Campus im Blick hat. Jedes Institut, jedes Unternehmen weiß selbst am besten, welchen Anforderungen es entsprechen muss, um seinen Status für die Zukunft zu sichern – und wie es seine Mitarbeiter darin unterstützen kann. Durch gezielte Fortbildung lassen sich individuell Qualifikationen an veränderte Anforderungen anpassen.
Vorteile einer Weiterbildung vor Ort:
- Bedarfsorientierte Ausrichtung des Kursangebotes
- Das Vernetzungspotenzial: Kollegen haben die Möglichkeit, einander besser kennen zu lernen, mehr von der Arbeit des anderen zu erfahren. Der Austausch wird gefördert und damit vielleicht auch neue Kooperationsmöglichkeiten geschaffen.
- Die räumliche Nähe der Veranstaltungen zum Arbeits- und Wohnort: Beruf und Familie bleiben leichter vereinbar.
Wie und ab wann?
Um ein möglichst individualisiertes Kursangebot unterbreiten zu können, soll der Bedarf durch regelmäßige Abfragen ermittelt werden.
Wir freuen uns auf Ihre Rückmeldungen!
E-mail an: weiterbilden@beutenberg.de
Kultur
Neben weiteren, natürlich auch festlich-kulinarischen Aktivitäten, treffen sich Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Campus mit Freunden und weiteren Kollegen zu Proben des Campus Chamber Choirs, der seine Arbeit und den Aufbau seines Repertoires im Jahr 2006 unter der Leitung von David Afkham aufgenommen hat. Der Chor widmet sich Werken aus der klassischen und romantischen Chorliteratur sowie auch modernen Kompositionen. Auftritte erfolgen zumeist im Rahmen von Veranstaltungen auf dem Beutenberg Campus. Jeder, der mitmachen möchte, ist stets und herzlichst willkommen. Kontakt, auch für CCC-Engagements: Jan Kellmann, MPI für chemische Ökologie.