Am Beispiel des am Leibniz-HKI entwickelten Tuberkulosewirkstoffes BTZ-043 konnte sie sich davon überzeugen, wie Ergebnisse aus der Grundlagenforschung in konkrete Produktentwicklungen münden, die die Thüringer Wirtschaft stärken. Besonders beindruckt war die Finanzministerin von der Robotikplattform JenXplor, die gemeinsam mit der Analytik Jena GmbH konzipiert und aufgebaut wurde. Mit ihr können Wirkstoffentwicklungen mit hohem Probendurchsatz und in einer Präzision durchgeführt werden, die die Übergabe von Projekten an die Industrie erheblich erleichtert.
„Mit unseren Forschungsleistungen sind wir ein wichtiger Wirtschafts- und Innovationsfaktor für Thüringen. Gleichzeitig ziehen wir begehrte Fachkräfte aus der Region und dem Ausland an und qualifizieren sie für den Thüringer Arbeitsmarkt“, betonte Institutsdirektor Prof. Axel Brakhage.
Ein besonderes Augenmerk des Leibniz-HKI liegt auf der Gewinnung, Ausbildung und langfristigen Bindung internationaler Fachkräfte. Viele der hochqualifizierten Nachwuchswissenschaftler*innen, die aus dem In- und Ausland nach Jena kommen, entscheiden sich dauerhaft für eine Karriere in Thüringen – ein wichtiger Beitrag zur Stärkung des Standorts. Auch für Firmengründungen ist das Umfeld attraktiv – so wurde jüngst das Biotech-Start-up Biophelion GmbH aus dem Leibniz-HKI gegründet.
Die Ministerin würdigte die Rolle der Forschungsförderung als zentrales Instrument für die wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung Thüringens. „Auch mit Hilfe des Freistaates wird am Standort Jena gut vernetzte und international anerkannte Spitzenforschung betrieben, die die Gesundheit der Menschen in den Fokus stellt. Das ist hochspannend", so Finanzministerin Katja Wolf.

