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Präsident der Leibniz-Gemeinschaft zu Gast am FLI

Am 2. Juli besuchte der Präsident der Leibniz-Gemeinschaft, Prof. Dr.-Ing. Matthias Kleiner, das Leibniz-Institut für Alternsforschung – Fritz-Lipmann-Institut (FLI) in Jena. Präsident Kleiner informierte sich über aktuelle Forschungsergebnisse und Entwicklungen am Institut. Themen seines Besuches waren u.a. die gesellschaftliche Bedeutung der Alternsforschung, die Vernetzung der Alternsforschung am Wissenschaftsstandort Jena sowie die Nutzung neuer Modellorganismen in der Alternsforschung. Besondere Aufmerksamkeit galt der Nachwuchsförderung am Institut.
Prof. Dr.-Ing. Matthias Kleiner (li.), Präsident der Leibniz-Gemeinschaft, zusammen mit dem Vorstand des FLI, Dr. Daniele Barthel (Admin. Vorstand) und Prof. Alfred Nordheim (Wiss. Direktor, re.).

Prof. Dr.-Ing. Matthias Kleiner (li.), Präsident der Leibniz-Gemeinschaft, zusammen mit dem Vorstand des FLI, Dr. Daniele Barthel (Admin. Vorstand) und Prof. Alfred Nordheim (Wiss. Direktor, re.). [Foto: FLI / Magdalena Voll]

Prof. Dr.-Ing. Matthias Kleiner, Präsident der Leibniz-Gemeinschaft, hat gestern das Leibniz-Institut für Alternsforschung – Fritz-Lipmann-Institut (FLI) in Jena besucht. Das FLI ist eines von 93 selbständigen Forschungseinrichtungen der Leibniz-Gemeinschaft und widmet sich seit 2004 als erstes Forschungsinstitut in Deutschland der biomedizinischen Alternsforschung. Über 330 Mitarbeiter aus 30 Nationen forschen zu molekularen Mechanismen von Alternsprozessen und alternsbedingten Krankheiten.

Nach der Begrüßung durch den Vorstand, Prof. Dr. Alfred Nordheim (Wissenschaftlicher Direktor) und Dr. Daniele Barthel (Administrativer Vorstand), informierte sich Prof. Kleiner über die Inhalte der Forschung und deren Rahmenbedingungen am Institut. Mit den Gruppenleitern des Instituts tauschte er sich über die aktuellen Forschungsschwerpunkte und unterschiedlichen Projekte der Alternsforschung am FLI aus.

In seiner Rede an die Mitarbeiter des Institutes sprach Prof. Kleiner über die Leibniz-Gemeinschaft und deren Zukunft und lobte die exzellente Forschung am FLI sowie die breite Vernetzung mit anderen Kooperationspartnern universitärer und außeruniversitärer Einrichtungen am Jenaer Standort. Beim Rundgang durch den Laborneubau bekam er den afrikanischen Fisch - den Türkisen Prachtgrundkärpfling (N. furzeri) - gezeigt, der sehr schnell wächst und wie im Zeitraffer altert und somit als neuer Modellorganismus bestens für die Alternsforschung geeignet ist.

Anschließend traf sich Prof. Kleiner mit Nachwuchswissenschaftlern des Institutes und verschaffte sich ein Bild davon, wie der wissenschaftliche Nachwuchs am FLI unterstützt und gefördert wird. Die Leibniz Graduate School on Aging (LGSA), eine gemeinsame Einrichtung des FLI und der Friedrich-Schiller-Universität Jena (FSU), besteht seit 2006 und bietet ihren Doktoranden hervorragende Ausbildungs- und Forschungsbedingungen zur Erlangung eines Doktorgrades. Das erste Leibniz-PostDoc-Netzwerk zum Thema „Aging induced impairments of regeneration and stem cell functionality (RegenerAging)“ wurde 2015 am FLI gegründet, um die PostDoc-Ausbildung zu verbessern.

Den Abschluss bildete ein Treffen mit den Repräsentanten des Leibniz-ScienceCampus „Regeneratives Altern“, der vom FLI, dem Universitätsklinikum Jena und der Friedrich-Schiller-Universität Jena gebildet wird. Der Forschungsfokus liegt auf den molekularen Grundlagen der Stammzellalterung, dem altersbedingten Rückgang der Regenerationsfähigkeit und dem Organerhalt. Der Leibniz-ScienceCampus Jena wird über die ProExzellenz-Initiative des Landes Thüringen co-finanziert und ist Ausdruck einer proaktiven Strategie der Leibniz-Gemeinschaft, um die außeruniversitäre und universitäre Forschung regional zu verzahnen. Gemeinsame Berufungen der beteiligten Institutionen stehen im Vordergrund des langfristig angelegten Kooperationskonzeptes. So sollen regional interinstitutionelle und interdisziplinäre Akteure entstehen, die in einem Forschungsbereich international konkurrenzfähig sind, das Themenfeld innovativ weiterentwickeln und für die Gesellschaft nutzbar machen.