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Prof. Susan Trumbore mit Marsh Award für Klimaforschung international geehrt

Prof. Susan Trumbore, mehrfach preisgekrönte Direktorin am Max-Planck-Institut für Biogeochemie in Jena, erhält einen der Marsh Awards der Britischen Ökologischen Gesellschaft. Die alljährlich vergebenen Preise werden an herausragende WissenschaftlerInnen im Bereich Ökologie vergeben, von deren erfolgreicher Forschung die wissenschaftliche Gemeinschaft aber auch die allgemeine Gesellschaft profitiert.

Prof. Susan Trumbore (Bildautor: Susanne Héjja)

In der Kategorie Klimaforschung werden internationale WissenschaftlerInnen geehrt, die herausragende Beiträge zur Erforschung des Klimawandels beigetragen haben sowie eine exzellente Publikationsleistung und ehrenamtliches Engagement in internationalen Komitees und Beratungsgremien vorweisen können.

„Ich fühle mich durch diesen Preis außerordentlich geehrt“, sagt Susan Trumbore, „insbesondere wenn ich mir die illustre Liste der früheren und diesjährigen Gewinner anschaue.“

Prof. Susan Trumbore konzentriert sich in der Erdsystemforschung auf den Kohlenstoffkreislauf und dessen Einfluss auf das Klimasystem. Besonders anerkannt ist ihre Anwendung von Radiokarbon um nicht nur die Dynamik der Kohlenstoff-Kreisläufe in Pflanzen und Böden zu verstehen, sondern auch wie diese durch den Klimawandel verändert werden. Prof. Trumbore konnte damit unter anderem zeigen, wie die schnellen Übergänge zwischen Kohlenstoff im Boden und Kohlendioxid in der Atmosphäre durch Temperaturänderungen angetrieben werden. So konnte sie auch neue Verweildauern und Abgaberaten des Kohlenstoffs im und aus dem Boden berechnen. Ihre Forschung hat damit maßgebliche Grundlagen geschaffen für unser heutiges Verständnis darüber, wie organische Kohlenstoffverbindungen in verschiedenen Ökosystemen auf globale Umweltveränderungen reagieren. 

„Ich hoffe dass meine Arbeit dazu beiträgt, das Rätsel globaler Kohlenstoffkreisläufe zu lösen“, so Trumbore. Kohlenstoff wirkt in der Atmosphäre, in Form von Kohlendioxid oder Methan, hauptsächlich als Treibhausgas. „Wir hoffen daher auch die Bedingungen zu beleuchten, unter denen wir die Ökosysteme so bewirtschaften können, dass Kohlenstoff aus der Atmosphäre entzogen wird.“

Der Preis, dotiert mit 1.000 britischen Pfund, wird vom Marsh Christian Trust gestiftet und von der Britischen Ökologischen Gesellschaft (BES) vergeben. Gegründet im Jahr 1913, stellt diese die weltweit älteste Gesellschaft dar, die sich der Erforschung und zunehmenden Bedeutung der Ökologie widmet.