Gustau Camps-Valls, Professor für Elektrotechnik an der Universitat de València, ist Pionier der Anwendung von künstlicher Intelligenz in der Erdbeobachtung. Er hat die Entwicklung fachbezogener KI maßgeblich vorangetrieben, indem er maschinelles Lernen mit physikalischen Gesetzen kombiniert hat, um die Vorhersagemodellierung komplexer Systeme zu verbessern. Organisationen und Klimawissenschaftler*innen weltweit haben seine Methoden übernommen. Seine Algorithmen für maschinelles Lernen werden beispielsweise von der Europäischen Weltraumorganisation ESA und von Wetterzentren zur Verarbeitung von Satellitendaten und zur Datenfusion genutzt.
Nominiert wurde er vom Max-Planck-Institut für Biogeochemie (MPI-BGC) in Jena. Während seiner Forschungsaufenthalte am MPI-BGC in Deutschland wird er mit seinem Gastgeber, Direktor Markus Reichstein, aktuelle Forschungsfragen an der Schnittstelle von KI und Klima angehen. Ein Schwerpunkt liegt auf der Anwendung von Methoden des maschinellen Lernens zur Untersuchung von Extremereignissen, insbesondere im humanitären Kontext. Dabei soll das Fachwissen von Camps-Valls genutzt werden, um Klimaextreme wie Dürren und Hitzewellen sowie deren Auswirkungen auf Ökosysteme und soziale Gemeinschaften mithilfe von Beobachtungsdaten und Modellsimulationen noch genauer zu erfassen und vorherzusagen.
(Dieser Text wurde von der Alexander von Humboldt-Stiftung zur Verfügung gestellt)

