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"LANGE NACHT DER WISSENSCHAFTEN" AM JENAER BEUTENBERG CAMPUS

Am Freitag, den 22. November 2019 ist es wieder soweit. Ganz Jena lädt zur "Langen Nacht der Wissenschaften“ ein. Auch am Beutenberg Campus werden wieder fast alle Einrichtungen ihre Türen von 18-24 Uhr öffnen und mit weit mehr als 100 interessanten Angeboten dabei sein.

Im Leibniz-Institut für Alternsforschung können Interessierte unter Verwendung des genetischen Codes ihren eigenen Namen darstellen und sich so ein individuelles Schmuckstück kreieren. Kleine Besucher dürfen sich eine DNA aus Süßigkeiten basteln! [Quelle: Beutenberg-Campus Jena e.V. | Christiane Meyer]

Die Institute am Beutenberg Campus laden mit mehr als 100 spannenden Angeboten zur 7. "Langen Nacht der Wissenschaften" ein. [Quelle: Beutenberg-Campus Jena e.V. | Christiane Meyer]

Schon auf dem Weg zum Beutenberg werden die Besucher an diesem Abend durch eine multimediale Projektion an der Fassade des Laborgebäudes des Leibniz-Instituts für Alternsforschung - Fritz-Lipmann-Instituts (FLI) entlang der Winzerlaer Str. auf das vielseitige physikalisch und lebenswissenschaftlich ausgerichtete Programm aufmerksam gemacht.

Wer Interesse an den neuesten Entwicklungen auf dem Gebiet der Klimaforschung hat, sollte das Max-Planck-Institut für Biogeochemie (MPI-BGC)besuchen. Hier werden Vorträge und Führungen zu Themen wie Klimawandel, Klimaextreme, erneuerbarer Energien, künstliche Intelligenz in der Klimaforschung sowie Treibhausgasbestimmungen und Radiokohlenstoffmessungen angeboten. Darüber hinaus können die Besucher sich von den Mitmachangeboten zur Pflanzenbestimmung mit der „Flora Incognita-App“ und „Drohnenflügen für die Wissenschaft“ begeistern lassen.

DasMax-Planck-Institut für chemische Ökologie (MPI-CE) stellt in einem Vortrag den Jenaer Botaniker Christian-Ernst Stahl (1848-1919) anlässlich seines 100. Todestages vor. Er gilt als Pionier der chemischen Ökologie. Was chemische Ökologie heute ausmacht, erfahren die Gäste der „Langen Nacht der Wissenschaften“ beim Besuch der zahlreichen Mitmach­angebote, Ausstellungen und Vorträge sowie des Forschungsgewächshauses. Im Foyer wird eine spannende Insekten-Ausstellung zu sehen sein, die insbesondere die kleineren Gäste in ihren Bann ziehen wird. Darüber hinaus wird u. a. erklärt, warum Weihnachtsbäume auch im Winter grün sind. Hier kann man außerdem viel über Heil-, Gift- und Rauschpflanzen lernen und sehen, wie sich Ameisen an extreme Lebensräume anpassen.

Das Zentrum für Molekulare Biomedizin (CMB) der Friedrich-Schiller-Universität Jena rückt die "Wunderwelt der Zellen“ in den Fokus. Dabei wird in Experimenten vermittelt, wie Zellen kommunizieren und über Signale das Leben regulieren“.

Das Programm des Leibniz-Instituts für Alternsforschung - Fritz-Lipmann-Institut (FLI) steht unter dem Motto „Alt werden ohne Gebrechen?". Thematisiert wird, welche Faktoren das Altern beeinflussen - wie und warum man altert - und was „schief“ läuft, wenn es zu altersbedingten Krankheiten kommt. Mit einer Alterssimulationen können interessierte Gäste auf eine ganz persönliche Entdeckungsreise gehen und ein Gespür dafür entwickeln, wie man sich im Alter fühlen kann. Außerdem wird in Vorträgen und an Infoständen im Foyer des Instituts dargelegt, welche Rolle afrikanische Fische und Gehirne von genetisch veränderten Mäusen sowie Tierversuche und Gentechnik ganz allgemein in der Alternsforschung spielen. Abgerundet wird dieses Angebot damit, dass Interessierte unter Verwendung des genetischen Codes ihren eigenen Namen darstellen können und sich so ein individuelles Schmuckstück herstellen können. Junge   Besucher dürfen eine DNA aus Süßigkeiten basteln! Darüber hinaus bietet das Institut alle halbe Stunde Führungen durch das Laborgebäude an der Winzerlaer Straße an.

Das Leibniz-Institut für Naturstoff-Forschung und Infektions­biologie - Hans-Knöll-Institut (HKI) lädt zu einer „Entdeckungs­reise in die Welt der Mikroorganismen und Naturstoffe“ ein. Die Gäste erleben experimentell was es heißt, wenn ein Bakterium gegen eine Amöbe oder Schimmel gegen den Menschen antritt, welche Bedeutung die Darmflora hat und welche Rolle das Immunsystem spielt. Es wird dargestellt, wie man Antibiotika gewinnt und welche Abwehrstrategien im Mikrokosmos entwickelt worden sind. Darüber hinaus kann man testen lassen, wie viel Kokain im eigenen Portemonnaie zu finden ist?

Physikalisch Interessierte sind imLeibniz-Institut für Photonische Technologien (Leibniz-IPHT), im Fraunhofer-Institut für Angewandte Optik und Feinmechanik und im neuen Abbe Center of Photonics (ACP), wo sich auch das Institut für Angewandte Physikder Friedrich-Schiller-Universität vorstellt, richtig. Viele der ca. 20 Veranstaltungs­angebote sind kindgerecht.

Das Fraunhofer IOF bietet zahlreiche faszinierende Angebote rund um die Themen Optik, Mobilität und Weltraumforschung an, die sowohl im Fraunhofer-Institut als auch im benachbarten Abbe Center of Photonics zu finden sein werden. Auch dieses Mal ist die Roboter-Dame Roberta wieder mit von der Partie.

Im Abbe Center of Photonics werden die Gäste optischen Phänomen aus Natur und Alltag begegnen und die Jüngsten werden in ein „Kleines Forscherland“ entführt. Darüber hinaus präsentiert sich dort auch die Lichtwerkstatt mit Mitmachangeboten für alle Interessierte.

Im Leibniz-Institut für Photonische Technologien stehen Licht- Faser- und Nanotechnologien im Fokus. So wird demonstriert, wie man den Zuckergehalt von Getränken bestimmt, wie mit einer Terahertz-Kamera Sicherheitskontrollen durchgeführt werden können sowie wie man selbst ein Mikroskop drucken kann und wie aus einem Glasstab eine optische Faser gezogen wird. Spannend verspricht auch der „Science Slam“ zu werden, bei dem ab 19 Uhr wissenschaftliche Themen in kurzen Vorträgen präsentiert werden.

Im Gründerzentrum, dem Technologie- und Innovationspark Jena, präsentieren sich knapp 20 Netzwerkpartner und junge Firmen. Sie stellen vor, wie neu entwickelte Technologien zu innovativen Produkten und Dienstleistungen werden. Es wird u. a. gezeigt, warum Glasfasern Adern des Lichts sind, wie man modern ohne Wärmeverlust lüftet, wie man Kamerastabilisatoren im Großformat produzieren kann, oder aber wie sich echte von gefälschten Dokumenten unterscheiden lassen.

Auch das benachbarte Max-Planck-Institut für Mensch­heitsgeschichte beteiligt sich in diesem Jahr wieder an der Veranstaltung. In der Kahlaischen Straße 10 werden 21 Veranstaltungs­punkte rund um das Thema „Menschheitsgeschichte“ angeboten, von denen viele auch für Kinder geeignet sind. So kann man sich hier u. a. im Science Portrait-Studio als Wissenschaftler verkleiden, die eigene DNA isolieren, sich der Höhlenmalerei widmen oder auch in einer Ausgrabungskiste buddeln und sein eigenes Steinwerkzeug schnitzen. Ein weiteres Projekt widmet sich der Frage, wozu Tiere fähig sind und warum sie manchmal klüger sind, als wir denken. Zu diesem Experiment können die Besucher ihre eigenen Hunde nach Voranmeldung mitbringen. Weiterhin wird ein Vortrag über die „Die genetische Herkunft der Europäer“ gehalten. Als weiteres Highlight wird um 21 Uhr ein Feuertanz auf dem Vorplatz des Instituts aufgeführt.

Am Beutenberg Campus wird auch für das leibliche Wohl gesorgt sein. Die Besucher können sich an Ständen auf dem Campus-Gelände stärken.

Alle hier genannten Programmpunkte und viele weitere Angebote findet man in den ausliegenden Programmheften und ganz ausführlich im Internet unter: www.lndw-jena.de

Die Eintrittskarten zur „Langen Nacht der Wissenschaften“ können in der Tourist-Information Jena oder an den Abendkassen (u. a. im Abbe-Zentrum Beutenberg, Hans-Knöll-Str. 1, ab 17 Uhr am Veranstaltungstag) erworben werden. Sie berechtigen auch zur Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel im Stadtverkehr. Parkplätze am Beutenberg Campus werden für die Besucher der „Langen Nacht“ geöffnet sein und kostenlos zur Verfügung stehen.